Herlich willkommen Rita

Junge Frau mit Kolkraben auf Arm sitzend

Rita studiert Verhaltens-, Neuro- und Kognitionsbiologie an der Universität Wien. Für ihre Masterarbeit untersucht sie, ob die Beziehungsqualität die Kooperation bei Kolkrabenpaaren (Corvus corax) während der Brutzeit beeinflusst.

 Neuer Absolvent: Egon Lind

Herzlichen Glückwunsch an Egon Lind zum Studienabschluss! Egon hat das Thema "Seasonal and cohort-specific survival rates of common raven in an anthropogenic alpine environment" bearbeitet und damit das Masterstudium Conservation Biology and Biodiversity Management an der Universität Wien abgeschlossen. Betreut wurde die Arbeit von Prof. Dr. Thomas Bugnyar und Ass.-Prof. Dr. Petra Sumasgutner (Universität Wien).

Wir wünschen alles Gute für die Zukunft!

 Neue Veröffentlichung: Muster der Revierverteidigung bei Waldvögeln auf Fidschi

Vogel im Baum

Picture: Aviceda at English Wikipedia, CC BY 3.0

Ziel dieser Studie ist es, das Verhalten der Vögel auf Fidji zu untersuchen. Wir untersuchen zwei Fragen: Zeigen verschiedene Gruppen von Waldvögeln auf Fidschi unterschiedliche Muster der Revierverteidigung gegen Eindringlinge der eigenen Art? Zweitens: Zeigen Waldvögel auf Fidschi eine stärkere Revierverteidigung in höheren Lagen? Diese Studie liefert erste Erkenntnisse über die Reaktion von Waldvögeln auf Artgenossen in Fidschi.

Publikation in New Zealand Journal of Zoology:
Naikatini, A.N., Keppel, G., Brodie, G. and Kleindorfer, S., 2024. Elevational differences in territory defence response in native (endemic and non-endemic) forest birds on Viti Levu Island, Fiji. New Zealand Journal of Zoology, pp.1-16.

 Neue Veröffentlichung: Vögel vor dem Aussterben schützen indem man ihre Habitate erforscht

Die Autoren untersuchten, was nötig ist, um zu verhindern, dass eine Art ausstirbt. Neben der Sicherstellung eines angemessenen Lebensraums und der Gewährleistung der Sicherheit der Art ist das Wissen über das Verhalten der Tiere der Schlüssel zum Schutzmanagement. Welche Orte nutzen diese Vögel für die Nahrungssuche und den Schlafplatz? Bewegen sie sich allein oder in Gruppen und gibt es wiederkehrende Muster in ihren Bewegungen? Dies sind nur einige der Fragen, die wir in unserer Studie zu beantworten versuchten. Wir haben die Bewegungen von 32 frei fliegenden Waldrappen über einen Zeitraum von vier Jahren beobachtet, indem wir die Vögel mit GPS-Sendern ausstatteten. Wir fanden heraus, dass unsere Vögel in ihren Gewohnheiten ziemlich berechenbar sind und dass sie bevorzugt entlang von Tälern fliegen. Die Kenntnis solcher Vorlieben ist wichtig für die Planung der Wiederansiedlung neuer Kolonien in der freien Natur.

Publikation in "Frontiers for young minds":
Frigerio D, Kleindorfer S, Krejci J, Schuster R, Kotrschal K, Loretto MC and Puehringer-Sturmayr V (2024) Saving Birds From Extinction by Discovering Their Habitats. Front. Young Minds. 12:1210462. doi: 10.3389/frym.2023.1210462

Zeichnung von einem Vogel mit Tracker und einer Person mit Fernglas die ihn beobachtet

Picture: FYM

 Neue Veröffentlichung: Vokalisation bei den Darwinfinken

Kleiner Vogel in Hand gehalten

Aggressionssignale können möglicherweise die Fitnesskosten von Konflikten während agonistischer Interaktionen verringern. Untersucht wurde, ob das "Summen" bei zwei Arten von Darwinfinken, dem kleinen Baumfinken (Camarhynchus parvulus) und dem stark gefährdeten mittleren Baumfinken (C. pauper), die auf der Insel Floreana im Galápagos-Archipel vorkommen, ein Aggressionssignal darstellt. In einer Beobachtungsstudie und einem Playback-Experiment haben wir drei Kriterien für aggressive Signale (Kontext-, Vorhersage- und Reaktionskriterien) untersucht. Die Ergebnisse unterstützen die Hypothese der aggressiven Signale, obwohl zukünftige Studien erforderlich sind, um die Evolution und Entwicklung dieses interessanten Signals zu verstehen.

Publikation in Biological Journal of the Linnean Society:
Çağlar Akçay, Diane Colombelli-Négrel, Sonia Kleindorfer, Buzzes are used as signals of aggressive intent in Darwin’s finches, Biological Journal of the Linnean Society, 2024;, blad152, doi.org/10.1093/biolinnean/blad152

 Die erstaunliche Welt der Graugänse! Von Sonia Kleindorfer

Buchcover, hellblauer Hintergrund mit Graugänsen

In diesem Buch nimmt uns die Verhaltensbiologin Sonia Kleindorfer, Leiterin der Konrad Lorenz Forschungsstelle in Grünau im Almtal, mit in die Lebenswelt der einst als gottähnlich verehrten Tiere. Die mutige Triton, die einflussreiche Leia, der schüchterne Edes, Dorothea, die als Gössel rebellisch war, heute aber besonders sanftmütig ist, oder Iwan, der Casanova: Mit Leidenschaft und mit den neuesten Erkenntnissen ihrer Forschung erzählt Kleindorfer vom Leben mit den Graugänsen im Almtal — und von einem neuen Modell für das Denken in Sachen Artenvielfalt in einer Welt, die von äußerst wachsamen Pflanzenfressern, die Ökosysteme stabilisieren, profitieren könnte.

https://www.brandstaetterverlag.com/buch/die-erstaunliche-welt-der-graugaense/

 Prachtstaffelschwanz Feldsaison in Südaustralien

frisch geschlüpftes Küken in einer Hand

Unsere Feldforschungssaison für Prachtstaffelschwänze in Südaustralien geht zu Ende. Wir zeigen ein Bild des letzten Kükens der Saison 2023/24. Vielen Dank an Lauren Common, Vicky Austin und Diane Colombelli-Négrel.

Hier ein Link zu einem Artikel, der im Februar erscheinen wird!

 Frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr!

Greylag Goose Picture in a Christmas frame

Das Team der Konrad Lorenz Forschungsstelle wünscht frohe Weihnachten, erholsame Feiertage und alles Gute fürs neue Jahr!

 Neuer Absolvent: Arnout Lindeman

Herzlichen Glückwunsch an Arnout Lindeman zum Studienabschluss! Arnout hat das Thema "Do ravens seize the day or chicken out? Foraging decisions of wild birds in unfamiliar and unpredictable environments" bearbeitet und damit das Masterstudium an der Wageningen Universität abgeschlossen. Betreut wurde die Arbeit von Ass.-Prof. Dr. Alexander Kotrschal (Wageningen Universität), Prof. Dr. Thomas Bugnyar und Ass.-Prof. Dr. Petra Sumasgutner (Universität Wien).

Wir wünschen alles Gute für die Zukunft!

 Herzlich willkommen Ilona

Porträt einer Frau im Winter, im Hintergrund ein Spektiv auf einem Stativ.

Wir begrüßen unsere neue Masterstudierende Ilona Koskela. Ilona studiert Ökologie und Evolutionsbiologie an der Universität Helsinki und ihr Hauptinteresse gilt der Verhaltensökologie. Sie ist besonders fasziniert von der Intelligenz und dem Sozialverhalten von Tieren. Im Rahmen ihrer Masterarbeit untersucht Ilona die sozialen Bindungen von freilebenden nicht-brütenden Raben.

 50 Jahre Verhaltensforschung! 50-jähriges Jubiläum der Verleihung des Nobelpreis!

drei Personen schauen hinter einem roten Theatervorhang hervor

Am 12. Dezember 1973 wurde Konrad Lorenz, Karl von Frisch und Nikolaas Tinbergen der Nobelpreis für Physiologie oder Medizin "für ihre Entdeckungen betreffend den Aufbau und die Auslösung von individuellen und sozialen Verhaltensmustern" zugesprochen. Am 12. Dezember 2023 feierten wir dieses 50-jährige Jubiläum mit einem speziellen "Nobel Prize Anniversary Ethology Colloquium" im Biologiezentrum der Universität Wien (UBB). Drei international renommierte Verhaltensforscher*innen, Prof. Amanda Seed, Prof. Megan Crofoot und Prof. Lars Chitka, begeisterten ein breites Publikum mit ihren Forschungen zu überraschenden und erstaunlichen Mustern tierischer Komplexität. Die Postersession regte zu Diskussionen an, und die gut besuchte Versammlung trug zu weiteren feierlichen Momenten an diesem besonderen Tag bei. Organisiert und ausgerichtet wurde die Veranstaltung von der Konrad Lorenz Forschungsstelle für Verhaltens- und Kognitionsbiologie und dem Department of Behavioral & Cognitive Biology der Universität Wien.

 Die Tage der offenen Tür an der KLF ....

Anlässlich des 50 jährigen Jubiläums der KLF öffneten wir am vergangenen Wochenende unsere Türen für alle Interessierten. Anhand von Fotos stellten wir unsere wissenschaftlichen Highlights vor und zeigten unser Video "Almtal Anekdoten" mit Jane Goodall, Lorenz-Enkel Riccardo Draghi-Lorenz und Almtaler*innen, die sich an Konrad Lorenz erinnern. Wir bedanken uns für den Besuch, die netten Gespräche und das Interesse an unserer Arbeit!

das KLF Gebäude im Schnee

Picture: Mariia Klymenko

Schild mit Graugänsen im Schnee

Picture: Mariia Klymenko

Besucher im KLF Gebäude

Picture: Mariia Klymenko

Besucher im KLF Gebäude

Picture: Mariia Klymenko

Besucher im KLF Gebäude

Picture: Mariia Klymenko

Besucher im KLF Gebäude

Picture: Mariia Klymenko

 50 Jahre Konrad Lorenz Forschungsstelle: Einladung zu den Tagen der offenen Tür

Wir laden alle Interessierten zu den "Tagen der offenen Tür" am 2. und 3. Dezember ein! Schaut vorbei, wir freuen uns auf euren Besuch!

Tipp: Besucht auch den stimmungsvollen Adventmarkt im benachbarten Cumberland Wildpark.
https://wildpark.at/veranstaltungskategorie

 KLF Open Science Center

Drawing of a greylag goose with open science center lettering

Das KLF Open Science Center soll als Zentrum der Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Bildung, Wirtschaft und Gesellschaft im oberösterreichischen Grünau im Almtal entstehen.

Die Initiative krönt die langjährige Zusammenarbeit vieler Akteur*innen im Tal! Seit 50 Jahren ist die Partnerschaft zwischen der Konrad Lorenz Forschungsstelle und dem Cumberland Wildpark gewachsen. Jedes Jahr führen die Mitarbeiter*innen der KLF wissenschaftliche Ferienprogramme für Kinder durch, gestalten Führungen mit wissenschaftlichem Schwerpunkt und engagieren sich in der Gemeinde durch preisgekrönte Citizen-Science-Programme.

Das Open Science Center wird die Bildung, die Kommunikation und den Austausch rund um wissenschaftlich fundiertes Denken über Biodiversitätsziele fördern.

Wir wollen die Region Almtal als Vorreiter in Österreich für die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Bildung, Wirtschaft und Gesellschaft etablieren.

Weitere Informationen:
https://klf-opensciencecenter.univie.ac.at/

 Neue Absolventin: Rebekka Kreikenbohm

Frau an Klettersei hängend, mit Kletterausrüstung, lächelnd

Herzlichen Glückwunsch an Rebekka Kreikenbohm zum Studienabschluss! Rebekka hat letzte Woche ihre Masterarbeit zum Thema „Effects of weather and climate on Golden Eagle (Aquila chrysaetos) breeding performance in the Northern Limestone Alps” verteidigt und damit ihr Masterstudium Wildtierökologie und Wildtiermanagement an der Universität für Bodenkultur in Wien abgeschlossen. In ihrer Arbeit fand sie heraus, dass kalte und niederschlagsreiche Wetterbedingungen im Winter und Frühjahr sich positiv auf die Brutleistung der Steinadler auswirken können. Betreut wurde die Arbeit durch Assistant Prof. Dr. Petra Sumasgutner, Dr. Matthias Loretto und Prof. Dr. Sonia Kleindorfer.

 

Wir wünschen alles Gute für die Zukunft!

 

 

 50th Nobel Prize Anniversary Ethology Colloquium

Anlässlich des 50. Jahrestages der Verleihung des Nobelpreises für Physiologie oder Medizin im Jahr 1973 an Konrad Lorenz, Niko Tinbergen und Karl von Frisch für ihre bahnbrechenden Beiträge auf dem Gebiet der Ethologie lädt die Konrad Lorenz Forschungsstelle zum "50th Nobel Prize Anniversary Ethology Colloquium" ein. Mit dieser Veranstaltung soll die nachhaltige Wirkung der Pionierarbeit in der Ethologie gewürdigt werden, die Lorenz, Tinbergen und von Frisch zu ihren Lebzeiten geleistet haben.

Wann und wo:
Dienstag, 12. Dezember 2023, 15:00 bis 19:30 Uhr, Biologiezentrum Universität Wien (UBB), HS1

Event Highlights:
Das Kolloquium verspricht einen spannenden und aufschlussreichen Nachmittag mit drei Hauptvorträgen:

   

  • Lorenz-Vorlesung: Präsentiert von Amanda Seed, Universität St. Andrews
   
  • Tinbergen-Vorlesung: vorgetragen von Margaret Crofoot, Max-Planck-Institut für Tierverhalten
   
  • Von Frisch-Vorlesung: Vortrag von Lars Chittka, Queen Mary University of London



Jeder dieser Hauptvorträge wird 40-45 Minuten dauern, gefolgt von einer 15-minütigen Diskussion, und bietet einen tiefen Einblick in die faszinierende Welt der Ethologie. Zusätzlich zu den Vorträgen bietet die Veranstaltung eine Poster Session, wo Studierende und Research Labs ihre neuesten Ergebnisse vorstellen werden. Dies ist eine ideale Gelegenheit, um sich mit Gleichgesinnten zu vernetzen, Ideen auszutauschen und Kooperationen zu fördern.

 Herzlich willkommen Jonas

Porträt eines Studierenden

Wir begrüßen unseren neuen Masterstudierenden Jonas Lesigang, der, nachdem er einen Master in Psychologie abgeschlossen hat, sein Interesse an der Biologie entdeckt hat. Für seine Masterarbeit untersucht er die verschiedenen Ruftypen bei Graugänsen.

 Online seminar series: African Birds of Prey - Warriors of the Sky

Petra und Shane Sumasgutner haben an der Online-Seminarreihe "African Birds of Prey - Warriors of the Sky" teilgenommen, die von Share Screen Arica (https://sharescreenafrica.org/) und der KaiNav Conservation Foundation (https://www.kainavconservation.org/index.html) organisiert wurde. Sie präsentierten eine Folge zum Thema "Jäger in deiner Nähe - Afrikas urbane Raubvögel".
Diese 16-wöchige Serie hatte zum Ziel, die Aufmerksamkeit vieler Menschen auf Greifvögel zu lenken und kann auf The ShareScreen YouTube Channel: All your talks are here angesehen werden. Jeder Vortrag wurde von mindestens 60 Personen live verfolgt, bei einigen waren es sogar bis zu 120! Zu jedem Vortrag gab es auch insgesamt 50 urheberrechtsfreie Poster für Schulen und Vereine. Sie können von der Webseite heruntergeladen werden.

 Neue Veröffentlichung: Das "Schlaflied" der Mutter legt den Grundstein für das Lernen bei Singvogel-Embryonen

Singvogel Weibchen vor einem Nest

Diese Studie rückt die Mütter in den Mittelpunkt der Geschichte über den Beginn des Gesangslernens. Bei acht Singvogelarten aus der Gruppe der Maluridae, einem uralten Stamm aus Australasien, in dem sich das Gesangslernen erstmals vor etwa 60 Millionen Jahren entwickelte, beginnt die weibliche Gesangsausbildung schon früh. Die Rufe von Prachtstaffelschwanz-Müttern, die während des Brütens erzeugt werden, enthalten ein charakteristisches Element. Die Embryonen lernen dieses charakteristische Element im Ei und geben es nach dem Schlüpfen als Bettelruf von sich. Die Laut-Analysen ergaben weiterhin, dass die Küken mit ihrem Bettelruf die Mutter umso präziser imitieren konnten, je langsamer sie ihn zuvor vorgetragen hatte.
Auch der Mensch ist eine stimmlich lernende Spezies. Könnte unser Lieblingsschlaflied den Grundstein für mehr Lernen legen, als wir denken?

Publikation in The American Naturalist:
Kleindorfer S, Brouwer L, Hauber ME, Evans CE, Teunissen N, Peters A, Louter M, Webster M, Katsis AC, Sulloway FJ, Common LK, Austin VA, Colombelli-Négrel D (in press). Nestling begging calls resemble maternal vocal signatures when mothers call slowly to embryos. American Naturalist. https://doi.org/10.1086/728105

 Fakultätsfest: Ehrung für Dr. Josef Hemetsberger

Aufstellung von 10 Personen in einem Hörsaal

Picture: Faculty of Life Sciences

Anlässlich seiner bevorstehenden Pensionierung wurde Dr. Josef Hemetsberger, stellvertretender Leiter der KLF, beim Fakultätsfest der Fakultät für Lebenswissenschaften am 12. Oktober im UBB für seine langjährige Dienstzeit an der Fakultät geehrt. Wir schließen uns mit herzlichen Glückwünschen an.

 Film über gebäudebrütende Arten in der Stadt

Ein Turmfalke der sein Jungtier mit einer Maus füttert.

Picture: Franz Kerschbaum

 

Im Fokus stehen gebäudebrütende Arten in der Stadt, wie der Turmfalke, ihr Lebensraum und ihre faszinierende Lebensweise. Zu Wort kommt auch Petra Sumasgutner in ihrer Rolle als Leiterin des Turmfalkenprojekt Wien. Sie spricht über die Fähigkeit der Turmfalken den Lebensraum Stadt zu nutzen und den Gewinn für die Gesellschaft, einen Top Prädator hautnah beobachten zu können.

Download Film:
https://youtu.be/7XaxIgvIvzs

 Herzlich willkommen Mariia

Junge Frau, 2 Graugänse neben ihr

Wir begrüßen unsere neue Masterstudentin Mariia Klymenko, die Verhalten, Neurobiologie und Kognition (Master) an der Universität Wien studiert. In ihrer Masterarbeit untersucht Mariia Komponenten der Beziehungsqualität in monogamen Paarbeziehungen bei Graugänsen.

 Herzlich willkommen Alina

Junge Frau mit Berglandschaft im Hintergrund

Alina studiert Zoologie an der Universität Wien und untersucht für ihre Masterarbeit an der KLF individuelle Reaktionen von Graugänsen auf ihr Spiegelbild, wobei der Schwerpunkt auf Persönlichkeit und Objektpermanenz liegt.

 Neue Veröffentlichung über die Auswirkungen von Enrichment-Maßnahmen bei Zootieren

Wie können Gehege und Volieren in einem Tierpark oder Zoo gestaltet oder ausgestattet werden um sowohl das Tierwohl, als auch die Erlebbarkeit für die Besucher*innen und die Möglichkeit für Bildung zu berücksichtigen? Ziel dieser Studie war es, die Auswirkungen verschiedener Enrichment Maßnahmen in den Gehegen von Braunbären, Baummardern, Frettchen und Goldschakalen auf die Nutzung des Geheges, das Verhalten und die Sichtbarkeit für die Besucher*innen zu untersuchen. Wir fanden heraus, dass die Enrichment Maßnahmen die Nutzung des Geheges, die zeitlichen Aktivitätsmuster und die Sichtbarkeit der Tiere beeinflussten. In weiteren Studien sollte jedoch die spezifische Rolle der beteiligten Faktoren untersucht werden. Unsere Studie ist eine der ersten Untersuchungen zu Enrichment Maßnahmen bei bisher wenig untersuchten Arten.

Publikation in Peer J:
Puehringer-Sturmayr V, Fiby M, Bachmann S, Filz S, Grassmann I, Hoi T, Janiczek C, Frigerio D. 2023. Effects of food-based enrichment on enclosure use and behavioral patterns in captive mammalian predators: a case study from an Austrian wildlife park. doi.org/10.7717/peerj.16091

Braunbär in einem Gehege

Baummarder in einem Gehege

Wölfe in einem Gehege

 Neue Veröffentlichung über den Einfluss von Citizen Science auf die Einstellung zu Naturschutz

Ein Singvogel in der Hand einer Wissenschaftlerin

Picture: Sonia Kleindorfer

Singvogel Nest mit 2 Eiern darin

Picture: Sonia Kleindorfer

Soziale und affektive Empathie kann als Folge von Veränderungen in der persönlichen Haltung einen zukünftigen Nutzen für den Naturschutz bringen. In dieser Studie haben wir untersucht, wie sich Einstellungen und beabsichtigte Verhaltensweisen in Bezug auf den Schutz von Singvögeln vor und nach der Teilnahme an wissenschaftlichen Aktivitäten und der direkten Interaktion mit Wissenschaftlern verändert haben. Das Projekt konzentrierte sich auf die Risiken für die Artenvielfalt der Vögel in den Mount Lofty Ranges (MLR) in Südaustralien. Insgesamt 55 anonyme erwachsene Teilnehmer wurden eingeladen, an einer Umfrage teilzunehmen, bevor und nachdem sie an zwei dreistündigen Workshops über Vogelkunde und akustische Datenerfassung teilgenommen hatten. Der Vergleich der Umfrageergebnisse vor und nach der Erfahrung ergab signifikante Veränderungen bei den selbstberichteten "guten" Kenntnissen über Waldsingvögel, eine erhöhte Besorgnis über den Erhaltungszustand von Waldvögeln, eine erhöhte Besorgnis über die Einstellung der Singvogelforschung und ein erhöhtes Interesse, eine Rolle im Singvogelschutz zu spielen. Weitere Untersuchungen könnten darauf abzielen, die Mechanismen für die Veränderungen in den Einstellungen, die mit dem Erleben der Natur einhergehen, zu erforschen. Insgesamt zeigt diese Studie, dass naturwissenschaftliche Aktivitäten wertvolle praktische Erfahrungen mit der Wissenschaft vermitteln und durch die Förderung des Umweltbewusstseins und der selbstberichteten Ziele des Engagements zu den Ergebnissen des Naturschutzes beitragen können.

Publikation in "Transactions of the Royal Society of South Australia":
Didone Frigerio, Alena G. Hohl, Verena Puehringer-Sturmayr, Diane Colombelli-Négrel & Sonia Kleindorfer (2023) A direct personal experience of science and nature changes intended behaviours for conservation, Transactions of the Royal Society of South Australia, DOI: 10.1080/03721426.2023.2264366

 Neue Veröffentlichung über Gesichtserkennung bei Graugänsen

Graugans frisst auf einer Wiese vor einem Foto einer Graugans

Portrait einer Graugans

Graugänsegesichter sind individuell verschieden - sagt KI und neue Forschung! Bei der Verwendung von 2D-Fotos auf Wiesen verbrachten Graugänse mehr Zeit mit dem Fressen neben einem Foto ihres Partners und zeigten eher eine bedrohliche Haltung gegenüber einem Foto von sich selbst. Konrad Lorenz konnte bekanntlich jede Graugans in „seiner“ Schar anhand eines Fotos erkennen. Um diese anekdotische Beobachtung zu bestätigen, haben wir eine Gesichtserkennungssoftware entwickelt, die ein Gänsegesicht zuverlässig (~ 97% Genauigkeit) innerhalb einer Datenbank zuordnen kann, und zwar anhand der Schnabelmorphologie. Zur Untersuchung der Erkennung von Individualitätsmerkmalen durch Artgenossen stellten wir lebensgroße Fotos von Gänsen auf und maßen die Reaktionen der Probanden auf Fotos von sich selbst (unbekannte Gans), ihrem Partner und einem anderen Artgenossen der Schar. Die Gänse reagierten signifikant stärker auf Fotos ihrer Partner. Dies belegt, dass Gänse zweidimensionale Bilder als Anhaltspunkte nutzen können, um die soziale Kategorie (Partner/Nicht-Partner) und/oder die Erkennung auf individueller Ebene zu bestimmen. Unsere Methoden bieten neuartige Ansätze zur automatischen Erkennung und zum Monitoring von Tieren und zur Untersuchung der Kognition von Vögeln. Unser Ansatz kann auch neue Möglichkeiten für das Monitorting von Arten im Allgemeinen schaffen, indem fotografische Bilder und die Beteiligung von Bürgerwissenschaftler*innen eingesetzt werden.

Publikation in Journal of Ornithology:
Kleindorfer S, Heger B, Tohl D, Frigerio D, Hemetsberger J, Fusani L, Fitch WT, Colombelli-Négrel D (2023). Cues to individuality in greylag goose faces: algorithmic discrimination and behavioral field tests. Journal of Ornithology https://doi.org/10.1007/s10336-023-02113-4

 Neue Veröffentlichung über Turmfalken in der Stadt

Folie mit den wichtigsten Erkenntnissen aus der Veröffentlichung graphisch dargestellt

Neue Arbeit der MSc-Absolventen Tom Nilles und Lukas Hochleitner über urbane Turmfalken, aus der hervorgeht, dass Nestlinge, die in stärker urbanisierten Gebieten aufgezogen wurden, unabhängig von der Belastung durch Ektoparasiten eine bläulichere Gesichtsfärbung und eine insgesamt weniger intensive Färbung aufwiesen, die zudem mit einer geringeren Konzentration an zirkulierenden Carotinoiden, die über die Nahrung aufgenommen wurden, in Verbindung stand. Unsere Ergebnisse stützen die Hypothese, dass die gesamte städtische Nahrungskette carotinoidarm ist und nur Beutetiere von geringer Qualität mit niedrigem Carotinoidgehalt zur Verfügung stehen (z. B. weniger Carotinoide in städtischen Bäumen -> Insekten -> Kleinvögel -> Turmfalken).

Publikation in The Science of Nature:
Sumasgutner, P., Nilles, T., Hykollari, A., de Chapa, M.M., Isaksson, C., Hochleitner, L., Renner, S. & Fusani, L. (2023) Integument colouration and circulating carotenoids in relation to urbanisation in Eurasian kestrels (Falco tinnunculus). The Science of Nature, 110. https://link.springer.com/article/10.1007/s00114-023-01874-5

 Neue Veröffentlichung: Ausbleiben von referentiellen Alarmrufen bei Langzeit-Allopatrie durch den Referenzgeber beim Goldwaldsänger

Small, mostly yellow bird with coloured leg rings in the hand of a person

Wir untersuchen die vokale und physische Reaktionen auf die Übertragung von akustischen Stimuli in den Territorien der Goldwaldsänger auf den Galapagosinseln. Kommunikationssignale, die bestimmte Objekte in der Umwelt bezeichnen, so genannte Referenzsignale, werden von mehreren ökologisch wichtigen Faktoren beeinflusst, wie z.B. dem Ausmaß der geografischen Überschneidung zwischen Signalgebern und Referenzgebern, sozialem Lernen und direkter Erfahrung mit dem Referenzgeber. Die Goldwaldsänger sind eine geeignete Art, um Fragen zu den Kontexten zu untersuchen, in denen Referenzalarmrufe auftreten, da sie spezifisch für die Produktion ihrer antiparasitären "Seet"-Rufe sind und weil es mehrere Populationen von Goldwaldsängern mit unterschiedlicher Exposition gegenüber obligaten Brutparasiten gibt. Unsere Studie erforscht referenzielle Alarmrufe in einem Kontext ohne persönliche oder soziale Erfahrung/Lernen (aufgrund der ~ 300.000 Jahre langen insularen Trennung von den Brutparasiten auf dem Festland), und die Ergebnisse sind ganz anders, denn auf den Galapagos-Inseln wurden überhaupt keine antiparasitären Rufe produziert, im Vergleich zu Festland-Waldsängern, die erst seit ~ 6000 Jahren von Brutparasiten allopatrisch sind und immer noch in der Lage sind, referenzielle antiparasitären Rufe zu produzieren.

Publikation in Behavioral Ecology and Sociobiology:
Lawson S L, Fernandez-Duque F, Enos JK, Kleindorfer S, Ward MP, Gill SA, Hauber ME (2023).  Absence of referential alarm calls in long-term allopatry from the referent: A casy study with Galapagos Yellow Warblers. Behavioral Ecology and Sociobiology 77:99 https://doi.org/10.1007/s00265-023-03372-0

 Neue Absolventin: Sophie Horlebein

Female sitting on a bench in front of a building, a greylag goose is close to her

Herzlichen Glückwunsch an Sophie Horlebein zum Studienabschluss! Sophie hat das Thema "Egg turning behavior and hatching success in Greylag geese (Anser anser)" bearbeitet und damit das Masterstudium Verhaltens-, Neuro- und Kognitionsbiologie an der Universität Wien abgeschlossen. Betreut wurde die Arbeit von PD Dr. Didone Frigerio (Universität Wien).

Wir wünschen alles Gute für die Zukunft!

 Herzlich willkommen Varalika

Weibliche Forscherin mit Kletterhelm hält einen jungen Adler.

Wir begrüßen unsere neue Doktorandin Varalika Jain herzlich an der KLF! Varalika spezialisiert sich auf die Analyse von Bewegungs- und Beschleunigungsdaten von Adlern, die mit GPS-Sendern versehen sind, und konzentriert sich dabei auf das Verständnis ihrer Reaktionen auf räumliche und zeitliche Muster menschlicher Aktivitäten. Sie hat einen MSc in Conservation Biology vom FitzPatrick Institute of African Ornithology, wo sie sich mit Kolkraben und deren Nutzung von anthropogenen Nahrungsquellen beschäftigte. Varalika setzt sich leidenschaftlich für die Entwicklung zugänglicher Open-Source-Methoden und -Codes zur Analyse von Bewegungsdaten von Tieren und Menschen ein und ist besonders an der Anwendung von Bio-Logging als Instrument zur Bearbeitung verschiedener Naturschutzprobleme interessiert.

 Neue Veröffentlichung: Genetische Analyse von Steinadlern aus dem Mongol-Altai - Ein Hotspot der Vielfalt und seine Bedeutung für die globale Phylogeographie

In diesem Paper untersuchen wir großräumige biogeografische Muster von Steinadlern und konzentrieren uns dabei speziell auf die untersuchte ostpaläarktische Region. In der Westmongolei sammeln die kasachischen Altai-Adlerjäger traditionell wilde Steinadler-Nestlinge aus Horsten oder fangen Jungtiere auf dem Durchzug während der saisonalen Wanderungen und der Migration, was uns Forschern die einzigartige Gelegenheit bietet, Falkenadler für populationsgenetische Analysen zu beproben. Wir analysierten ein 402-bp-Fragment der mitochondrialen Kontrollregion und 14 nukleare Mikrosatelliten-Loci in Kombination mit bereits veröffentlichten genetischen Daten, um phylogeographische Muster, den Grad der genetischen Vielfalt und die Feinstrukturierung zu bewerten. Steinadler im Mongol-Altai-Gebirge wiesen insgesamt eine hohe genetische Vielfalt auf, und mitochondriale DNA-Daten aus dem gesamten geografischen Verbreitungsgebiet der Art zeigten Muster, die möglicherweise auf vergangene Klimaschwankungen zurückzuführen sind. Nordeuropa könnte von Steinadlern aus der Ostpaläarktis wiederbesiedelt worden sein, und die kontinentalen Populationen könnten immer noch durch Weitwanderer miteinander verbunden sein, aber die Ostpaläarktis und die Nearktis waren während des Quartärs wahrscheinlich über Beringia verbunden und sind heute weitgehend voneinander isoliert.


Publikation in Journal of Raptor Research:

Nebel C, Haring E, Murgatroyd M, Sumasgutner SC, Gombobaatar S, Sumasgutner P, Zachos FE: Genetic Analysis of Golden Eagles (Aquila chrysaetos) from the Mongol-Altai: A Hotspot of Diversity and Implications for Global Phylogeography. J Raptor Res 2023, 57(3):1-16, 16. https://doi.org/10.3356/JRR-22-57

Ein mongolischer Adlerjäger und eine Wissenschaftlerin mit einem Adler

 Herzlich willkommen Avila

Porträt einer jungen Frau mit einem Raben auf der Schulter

Avila studiert Ecology im Master an der Rheinland-Pfälzischen Technische Universität Kaiserslautern-Landau und absolvierte ein Auslandssemester an der Universität Wien im Bereich Verhaltens-, Neuro- und Kognitionsbiologie. Für ihre Masterarbeit an der KLF untersucht sie das Raubtierschutzverhalten von Raben in Gefangenschaft in verschiedenen Entwicklungsstadien und in unterschiedlichen Kontexten.

 Neue Veröffentlichung: Kleinere australische Greifvögel haben eine höhere Toleranz gegenüber urbanen Lebensräumen

In diesem Beitrag wurden Daten aus eBird, einer gemeinschaftswissenschaftlichen Datenbank für Vogelbeobachtungen, verwendet, um die urbane Toleranz von 24 australischen Greifvogelarten auf einer kontinentalen Skala zu untersuchen. Wir haben die Arten in eine Rangfolge von positiven bis negativen Reaktionen auf die Urbanisierung eingestuft und Merkmalsdaten aus der veröffentlichten Literatur zusammengetragen, um zu beurteilen, ob bestimmte Merkmale (Körpermasse, Nestbaumaterial, Lebensraumtyp, Nahrungskategorie und Migrationsstatus) mit der Stadttoleranz in Zusammenhang stehen. Von den 24 untersuchten Arten zeigten 13 Arten Toleranzprofile für städtische Umgebungen (positive Reaktion) und 11 Arten zeigten Vermeidungsprofile für städtische Umgebungen (negative Reaktion). Kleinere Greifvögel wiesen eine größere Stadttoleranz auf als größere Greifvögel, weshalb unsere Studie den Anstoß gibt, heimische Lebensräume zu erhalten und die städtischen Bedingungen für größere Greifvogelarten zu verbessern, um die Vielfalt der australischen Greifvögel zu erhalten. Wir werden auf diesen Ergebnissen aufbauen und eingehendere Studien an Graubartfalken durchführen, kleinwüchsigen australischen Falken, die sowohl in vom Menschen veränderten als auch in natürlichen Landschaften leben.

Publikation in Scientific Reports:

Headland T, Colombelli-Négrel D, Callaghan CT, Sumasgutner SC, Kleindorfer S, Sumasgutner P: Smaller Australian raptors have greater urban tolerance. Scientific Reports 2023, 13(1):11559. https://doi.org/10.1038/s41598-023-38493-z

Falke gehalten von einer Wissenschaftlerin

Picture: Sonia Kleindorfer

 Neue Veröffentlichung: Auswirkungen des Alters bei männlichen Darwinfinken auf die Nistplatzwahl

portrait of young female scientist holding a small bird

Ein höheres Alter kann von Vorteil sein. Bei Tieren können erfahrenere Individuen Nistplätze wählen, die das Überleben erhöhen. In dieser Studie über Darwinfinken wird untersucht, ob ältere Männchen sicherere Nester in Gebieten mit größerer Vegetationsdecke bauen und - da die Vegetationsdecke mit der Artenvielfalt in Verbindung steht - ob diese Nistplätze auch eine größere Vogelartenvielfalt aufweisen, die anhand des Gesangs beurteilt wird. Wir verglichen Muster bei Zwergdarwinfinken (Camarhynchus parvulus) und Darwins Kleingrundfinken (Geospiza fuliginosa), während die Männchen in beiden Systemen das Nest bauen. An 55 Nestern (22 C. parvulus, 33 G. fuliginosa) wurden Vegetationsbedeckung, Nisthöhe und kon- vs. heterospezifische Gesänge pro Minute gemessen. Wie erwartet, bauten bei beiden Arten ältere Männchen ihre Nester in Gebieten mit größerer Vegetationsbedeckung, und diese Nester wurden weniger geplündert. Eine neue Erkenntnis ist, dass die Nester älterer Männchen auch mehr heterospezifisch singende Nachbarn hatten. Künftige Forschungsarbeiten könnten zeigen, ob ältere Männchen jüngeren Männchen den Zugang zu bevorzugten Nistplätzen streitig machen, die besser versteckt sind und eine größere lokale Artenvielfalt aufweisen. Die Ergebnisse werfen auch Fragen zu den ontogenetischen und Fitness-Folgen unterschiedlicher akustischer Erfahrungen für die sich entwickelnden Nestlinge im Nest auf.

Publikation in Journal of Ornithology:
Huge AC, Adreani NM, Colombelli-Négrel D, Akçay C, Common LK, Kleindorfer S (2023). Age effects in Darwin’s finches: older males build more concealed nests in areas with more heterospecific singing neighbours. Journal of Ornithology. https://doi.org/10.1007/s10336-023-02093-5

 Neue Absolventin: Gabriela Bernatovic

Frau mit einer Mütze, Rabe neben ihr am Boden

Herzlichen Glückwunsch an Gabriela zum Studienabschluss! Gabriela hat das Thema "How does family size affect foraging success and agonistic behavior within a non-breeding group of free-flying ravens" bearbeitet und damit das Masterstudium Verhaltens-, Neuro- und Kognitionsbiologie an der Universität Wien abgeschlossen. Betreut wurde die Arbeit von Prof. Dr. Thomas Bugnyar und Ass.-Prof. Dr. Petra Sumasgutner (Universität Wien).

Wir wünschen alles Gute für die Zukunft!

 Neuer Absolvent: Alexander Ruf

Young man in raven aviary with raven sitting on arm

Herzlichen Glückwunsch an Alexander Ruf zum Studienabschluss! Alexander hat das Thema "Effects of early social experiences on exploration and foraging in juvenile ravens (Corvus corax)" bearbeitet und damit das Masterstudium Verhaltens-, Neuro- und Kognitionsbiologie an der Universität Wien abgeschlossen. Betreut wurde die Arbeit von Prof. Dr. Thomas Bugnyar (Universität Wien).

Wir wünschen alles Gute für die Zukunft!

 Neue Veröffentlichung: Persönlichkeitsmerkmale sind bei einem wildlebenden Singvogel innerhalb eines Lebensabschnitts konsistent, aber nicht darüber hinaus

Singender Vogel auf Ast, leuchtend blau und schwarz, farbige Beringung an den Beinen

Wann wird die Persönlichkeit zu einem konsistenten Merkmal über verschiedene Lebensstadien hinweg? Um dies zu testen, haben wir die Persönlichkeit von Nestlingen, Jungvögeln und erwachsenen Vögeln des Prachtstaffelschwanzes (Malurus cyaneus) gemessen. Wir untersuchten (1) Mut (Reaktion auf menschliches Handling, in allen drei Stadien), (2) Erkundung (Reaktion auf eine neue Umgebung, bei Jungvögeln und Erwachsenen) und (3) Aggressivität (Reaktion auf spiegelbildliche Reize, bei Jungvögeln und Erwachsenen). Die Persönlichkeitsunterschiede waren oft innerhalb der Lebensstadien konsistent, aber nie über sie hinweg. Bis zum Erwachsenenalter waren alle drei Persönlichkeitsmerkmale wiederholbar. Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass sich langfristige Persönlichkeitsmerkmale bei dieser Spezies möglicherweise erst im Erwachsenenalter verfestigen.

Publikation in Behaviour:
Katsis, A., Common, L., Hauber, M., Colombelli-Négrel, D., & Kleindorfer, S. (2023). From nestling to adult: personality traits are consistent within but not across life stages in a wild songbird, Behaviour (published online ahead of print 2023). doi: https://doi.org/10.1163/1568539X-bja10224

 Wir freuen uns, unsere neue PostDoc vorzustellen: Dr. Lauren Common!

Young woman waring a hat, songbird sits on brim of hat

Wir heißen unsere neue PostDoc Lauren herzlich willkommen und freuen uns schon auf die Zusammenarbeit!

Dr. Lauren Common ist Parasitologin und Ornithologin und fasziniert von invasiven Arten, Fortpflanzungsverhalten und Persönlichkeit bei Vögeln und Insekten. Lauren hat vor kurzem ihre Doktorarbeit an der Flinders University unter der Leitung von Prof. Sonia Kleindorfer und Kolleg*innen abgeschlossen. In ihrer Doktorarbeit untersuchte sie die sich verändernde Wirt-Parasit-Dynamik zwischen Darwinfinken und der invasiven blutsaugenden Vogelvampirfliege (Philornis downsi). Im Rahmen ihres Postdocs wird Lauren ihre Forschungen zur Genetik der Vogelvampirfliege auf dem gesamten Inselarchipel fortsetzen und deren Auswirkungen auf die Erhaltung der Vogelfauna der Galapagosinseln untersuchen.

 Besuch des Dekaneteams und des Teams des Dekanebüros

Grupe von 12 Personen vor dem KLF Gebäude

Wir haben uns sehr über den Besuch des Dekaneteams und des Teams des Dekanebüros der Fakultät für Lebenswissenschaften der Universität Wien im Rahmen ihres Betriebsausflugs gefreut!

 Neue Veröffentlichung: Auswirkung von Drohnen auf Fitness und Energiebedarf bei Koalas

Koala auf einem Baum

Picture: Diane Colombelli-Negrel

Die Koala-Populationen sind nach den verheerenden Buschbränden in Australien in den letzten Jahren zusammengebrochen, und der Artenschutz muss dringend gesichert werden. Drohnen können nützlich sein, um Arten in großen Landschaften und schwer zugänglichen Gebieten zu erfassen. Aber welche Auswirkungen haben Drohnen auf die Tiere? Wir haben eine nicht-invasive Methode entwickelt, um die Herzfrequenz von Koalas (Phascolarctos cinereus) mit einem Fitbit zu messen, und haben das Verhalten (Wachsamkeitsverhalten) und die physiologischen Reaktionen (Herz- und Atemfrequenz) von Koalas in Gefangenschaft auf Drohnen untersucht. Wir haben zum ersten Mal gezeigt, dass die Herzfrequenzwerte von Koalas mit einem Fitbit genau bestimmt werden können. Koalas reagierten auf einen Drohnenflug, der 15 m über ihren Köpfen stattfand, mit einer kurzfristigen Erhöhung der Wachsamkeit, aber keiner Veränderung der Herz- oder Atemfrequenz. Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass Drohnen keine langfristigen schädlichen Auswirkungen auf die Fitness oder den Energiebedarf von Koalas haben.

Publikation in Applied Animal Behaviour Science:
Colombelli-Négrel, D., Sach, I.Z., Hough, I., Hodgson, J.C., Daniels, C.B. and Kleindorfer, S., 2023. Koalas showed limited behavioural response and no physiological response to drones. Applied Animal Behaviour Science, p.105963. doi.org/10.1016/j.applanim.2023.105963

 Besuch von Dr. Barbara Klump

Wir haben uns sehr über den Besuch von Dr. Barbara Klump, neue Tenure-Track Professorin an der Universität Wien, gefreut. Barbara forscht am Gebrauch von Werkzeug bei Vögeln.

Selfie von zwei Frauen, im Hintergrund eine Schar Graugänse

Eine Frau auf einer Bank vor einem alten Gebäude, 2 Graugänse, ein Eimer mit Getreide für die Gänse

 Neue Veröffentlichung: Citizen Science liefert wertvollen Beitrag zur Verhaltensbeobachtung von Vögeln

Drei Mädchen im Schnee mit Klemmbrett und Stopuhr beim beim Beobachten von Graugänsen

Picture: Daniel Fessl

Langfristige Aufzeichnungen von Daten über das Verhalten von Tieren stellen für die Wissenschaft wichtige Quellen für die Entwicklung von neuen, überprüfbaren Hypothesen dar. Für die Erfassung solcher Langzeitdaten ist die Einbeziehung und Beteiligung von Bürgerwissenschafter*innen ein Gewinn für Wissenschaft und Gesellschaft. Inwieweit die so erhobenen Daten auch verlässlich sind, haben Pühringer-Sturmayr, Frigerio und Kolleginnen in einer Studie evaluiert. Gemeinsam mit freiwilligen Bürgerwissenschafter*innen untersuchte das Team die räumliche Verteilung dreier Modellvogelarten (Graugänse, Waldrappe und Kolkraben) und evaluierte dabei die Genauigkeit der von den Freiwilligen erhobenen Daten.

Publikation in Environmental Research Letters:
Pühringer-Sturmayr V, Rittenschober J, Gegendorfer G, Kleindorfer S, Frigerio D (2023). Assessing quality of contributions to avian monitoring by non-scientists: a case study on individually banded wild birds. Environ. Res. Lett. 18. https://doi.org/10.1088/1748-9326/acd073

 Neue Veröffentlichung: in vom Menschen veränderten Umgebungen singen Darwinfinken gemeinsame Gesangstypen und sind aggressiver

Menschliches Verhalten kann starke Auswirkungen auf das Verhalten von Tieren haben. Eine große Wissenslücke ist die Frage, ob menschliche Aktivitäten sich auf die kulturellen Eigenschaften von Tieren auswirken. Bei Singvögeln ist der Gesang ein kulturelles Merkmal, denn er wird von einem Tutor jede Generation neu gelernt und an die nächste Generation weitergegeben. In dieser Studie an Darwinfinken auf den Galapagosinseln haben wir untersucht, ob sich Gesang (ein kulturelles Merkmal) und Aggressivität (ein Persönlichkeitsmerkmal) entlang eines Gradienten menschlicher Aktivität unterscheiden. Wir stellten fest, dass sich die menschliche Aktivität auf beide Variablen auswirkt: In Gebieten mit mehr menschlicher Aktivität produzierten die Vögel den gemeinsamen Silbentyp, und diese Vögel waren auch aggressiver. Unsere Ergebnisse unterstützen die Ansicht, dass eine vom Menschen beeinflusste Umwelt sowohl für bestimmte Verhaltensphänotypen wie Aggression als auch für gemeinsame kulturelle Merkmale selektieren kann.

Publikation in Frontiers in Ecology and Evolution:
Colombelli-Négrel D, Akcay C, Kleindorfer S (2023). Darwin’s finches in human-altered environments sing common song types and are more aggressive. Frontiers in Ecology and Evolution 11.  https://doi.org/10.3389/fevo.2023.1034941

Darwin's medium tree finch auf der Stuhllehne einer Lokalterasse, im Hintergrund ein Hafen.

Picture: S. Kleindorfer

Darwin small ground finch auf einem Terassentisch.

Picture: S. Kleindorfer

 Neue Veröffentlichung über die Auswirkungen eines langfristigen Temperaturanstiegs und milderer Winter auf die Fortpflanzung einer Graugänsepopulation

Die Autor*innen untersuchten, wie sich Umweltveränderungen, wie ein langfristiger Temperaturanstieg und mildere Winter, auf die Fortpflanzung einer Graugänsepopulation auswirken. Dazu wurden 29 Jahre lang Daten zur Temperatur, der Anzahl der gelegten Eier und die Anzahl der Jungvögel, die bis zum Erwachsenenalter überleben, gesammelt und dokumentiert. Es konnte herausgefunden werden, dass die Temperatur im Laufe der Zeit anstieg (eine Auswirkung des Klimawandels) und dass sich höhere Durchschnittstemperaturen positiv auf den Fortpflanzungserfolg der Gänse auswirkten.

Publikation in "Frontiers for young minds":
Frigerio D, Hemetsberger F, Sumasgutner P, Kotrschal K, Kleindorfer S and Hemetsberger J (2023) How Warming Temperatures Affect Breeding Behavior in Graylag Geese. Front. Young Minds. 11:922688. doi: 10.3389/frym.2023.922688

Picture: FYM

 Herzlich willkommen Jakob

Jakob studiert Verhaltens-, Neuro- und Kognitionsbiologie an der Universität Wien. Für seine Masterarbeit untersucht er Nistpräferenzen von sekundären Höhlenbrütern in Nistboxen aufgrund variierender Levels an menschlicher Präsenz in drei Gebieten an der KLF und dem anliegenden Wildpark.

 Herzlich willkommen Iraí

Iraí studiert Verhaltens-, Neuro- und Kognitionsbiologie mit dem Schwerpunkt auf Verhaltensbiologie. Für seine Masterarbeit untersucht Iraí, ob Graugänse in der Paarungszeit fähig sind, lebensgroße Bilder von sich selbst, Partnern und andere Artgenossen zu unterscheiden. Außerdem möchte er herausfinden ob das agonistische Verhalten der Ganter in diesen Situationen in der Paarungszeit häufiger vorkommt.

 Frohe Ostern!

Picture: J. Hemetsberger

Frohe Ostern und schöne Feiertage!

 Herzlich willkommen Johanna

Johanna studiert Verhaltens-, Neuro- und Kognitionsbiologie mit dem Schwerpunkt auf Verhaltensbiologie. Für ihre Masterarbeit führt sie ein Nistkasten-Monitoring von Höhlenbrütern durch, um herauszufinden, ob es eine Präferenz für ein bestimmtes Material der Nistkästen gibt, und ob der Bekanntheitsgrad der Nistkästen eine Rolle spielt.

 Herzlich willkommen Alper

Wir heißen unseren neuen PhD Studierenden Alper Yelimlieş herzlich willkommen und freuen uns schon auf die Zusammenarbeit! Alper wird sich im Rahmen seiner Doktorarbeit auf die Zusammenhänge zwischen Gesang und Persönlichkeit bei Darwin-Baumfinken konzentrieren.

 Herzlich willkommen Arnout

Arnout studiert Biologie im Master mit dem Schwerpunkt Verhaltensökologie an der Wageningen Universität in den Niederlanden. Seine Masterarbeit hat er über Alarmrufe bei Elstern geschrieben. Arnout wird die nächsten vier Monate an der KLF ein Praktikum zum Thema "Effects of novelty on feeding behaviour of ravens" machen.



 Herzlich willkommen Marina

Marina studiert Biologie und Umweltbildung (Master) an der Universität Wien. In ihrer Masterarbeit untersucht sie, ob der Kontakt mit Turmfalken (Falco tinnunculus) in der Stadt positive Emotionen auslöst und das Bewusstsein für Naturschutzthemen und die Bereitschaft, sich an Naturschutzaktivitäten zu beteiligen, erhöhen kann.

 

 

 10-jähriges Jubiläum des Biologicum Almtal: 28.9. bis 1.10.

Das Jahr 2023 ist zugleich das 50-jährige Jubiläum der Konrad Lorenz Forschungsstelle im Almtal und das 10-jährige Jubiläum des Biologicum Almtal. Wir feiern den Pioniergeist der Wissenschaftler*innen der vergangenen Jahrhunderte, die den Weg zum Verständnis komplexer Tiergesellschaften eröffnet haben. 

Zusätzlich zu einem fundierten Wissen über die genetischen Grundlagen des Lebens haben wir im letzten Jahrhundert enorme Erkenntnisse über individuelle Unterschiede einerseits und die Vielfalt an sozialen Organisationen andererseits gewonnen. Im diesjährigen Biologicum Almtal möchten wir menschliche Partnerschaften hervorheben, die grundlegende Weichenstellungen in den Naturwissenschaften bewirkt haben, sowie Modellsysteme aus dem Tierreich vorstellen, die uns inspiriert haben,  die Gesellschaft im Hinblick auf führende Persönlichkeiten und Anhänger*innen unter Berücksichtigung eines hohen Maßes an Kooperation zu betrachten.

Biologicum Almtal und Junior Biologicum finden unter der wissenschaftlichen Leitung von Sonia Kleindorfer und Didone Frigerio statt, die allgemeine Organisation wird von Mitarbeiter*innen der Konrad Lorenz Forschungsstelle in Zusammenarbeit mit der Internationalen Akademie Traunkirchen übernommen.

Wir freuen wir uns auf einen regen Austausch im wunderschönen, frühherbstlichen Almtal mit spannenden Vorträgen und Diskussionen, erlebnisreichen Exkursionen, einem Pub-Quiz als unterhaltsamem Abendprogramm und der gewohnt köstlichen kulinarischen Begleitung.

Weitere Informationen und Anmeldung (in Kürze):
https://biologicum-almtal.univie.ac.at/

 Neue Veröffentlichung: Pränatale Klangerfahrung beeinflusst die Gesangsvorlieben von Zebrafinkenmännchen

Picture: Andrew Katsis

Australische Zebrafinken (Taeniopygia castanotis) erzeugen bei hohen Umgebungstemperaturen einen hohen "Hitze-Ruf". Frühere Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass das Hören dieser Hitzerufe im Ei die Entwicklung und das Verhalten des Nachwuchses nach dem Schlüpfen verändern kann, einschließlich der Frage, von welchen erwachsenen Vögeln sie das Singen lernen. In dieser Studie haben Andrew Katsis und Kolleg*innen männliche Zebrafinken-Embryonen künstlich bebrütet und sie dabei entweder Aufnahmen von Hitzerufen oder Kontaktrufen (Kontrollgruppe) ausgesetzt. Nach dem Schlüpfen wurden die Jungtiere bis zum Erwachsenenalter in einer Kolonie aufgezogen, dann wurden ihre Gesangsvorlieben mit Hilfe eines Auswahlgeräts getestet. Erwachsene Männchen hatten unterschiedliche Gesangsvorlieben, je nachdem, welche Geräusche sie vor dem Schlüpfen gehört hatten: Die untersuchten Vögel bevorzugten nicht-väterliche Gesänge gegenüber den Gesängen ihres sozialen Vaters, während die Kontrollvögel keine Präferenz zeigten.

Publikation in Animal Behaviour:
A.C. Katsis, A.T.D. Bennett, K.L. Buchanan, S. Kleindorfer & M.M. Mariette (2023) Prenatal sound experience affects song preferences in male zebra finches. Animal Behaviour199, 1-9. doi: https://doi.org/10.1016/j.anbehav.2023.02.008https://doi.org/10.1016/j.anbehav.2023.02.008

 Herzliche Gratulation an Anna Fabbri: Gwinner-Preis für das beste Poster

Herzliche Gratulation an Anna Fabbri zur Verleihung des Eberhard-Gwinner-Preises für das beste Poster. Der Gwinner-Preis für herausragende wissenschaftliche Präsentationen wird jährlich im Rahmen der Jahrestagung der Ethologischen Gesellschaft an junge Nachwuchswissenschaftler*innen verliehen.

 Neue Veröffentlichung über die Auswirkungen steigender Temperaturen und der Urbanisierung auf Vögel

In diesem Artikel fassen wir unser derzeitiges Verständnis der potenziellen Mechanismen zusammen, die beeinflussen könnten, wie Arten auf die kombinierten Auswirkungen von Urbanisierung und steigenden Temperaturen reagieren, wobei der Schwerpunkt auf Vogelarten liegt. Die Verfügbarkeit/Zuverlässigkeit (blau) und Qualität (violett) von Ressourcen unterscheiden sich zwischen städtischen und nicht-städtischen Gebieten und werden in Wechselwirkung mit steigenden Temperaturen das Ausmaß der biologischen Auswirkungen des Klimawandels beeinflussen. Insbesondere die städtische Umwelt könnte die biologischen Auswirkungen des Temperaturanstiegs sowohl abfedern als auch verschärfen. Eine höhere Verfügbarkeit/Verlässlichkeit von Wasser in Städten puffert die Kosten für die Wärmeregulierung ab, während eine schlechtere städtische Wasserqualität den wärmebedingten Anstieg des Krankheitsrisikos verschärft und Schadstoffe die Fähigkeit zur Wärmeregulierung verringern. Größere Nahrungsverfügbarkeit und künstliches Licht in der Nacht puffern den Kompromiss zwischen Nahrungssuche und Wärmeregulierung in Städten ab, während der wärmebedingte Rückgang der Nahrungsqualität (z. B. Carotinoide) in Städten noch verschärft wird. Städtische Nist- und Schlafplätze sind thermisch schlecht gepuffert und daher von geringerer Qualität als nichtstädtische Plätze, während in Städten mehr Schatten zur Verfügung steht, insbesondere in trockenen Regionen. Schließlich werden die Auswirkungen steigender Temperaturen wahrscheinlich durch die Luftverschmutzung verschärft und umgekehrt, was sich auf das Redoxsystem und das Immunsystem auswirkt. Der urbane Wärmeinseleffekt (UHI) wird im Zuge des Klimawandels in Städten der gemäßigten Breiten, des Kontinents und der Polarregionen im Winter wahrscheinlich weiterhin zu geringeren Kosten für die Wärmeregulierung führen, während er im Sommer und in tropischen Städten die Kosten für die Wärmeregulierung im Vergleich zu nicht-städtischen Umgebungen erhöht, während in Städten in Trockengebieten häufig ein umgekehrter Wärmeinseleffekt auftritt, der die thermischen Kosten abfedert. Wir erörtern mögliche interaktive Effekte, um künftige eingehende Forschungen zu diesem wichtigen, jedoch übersehenen Aspekt der Biologie des globalen Wandels anzuregen.

Publikation in Global Change Biology:
Sumasgutner, P., Cunningham, S. J., Hegemann, A., Amar, A., Watson, H., Nilsson, J. F., Andersson, M. N., & Isaksson, C. (2023). Interactive effects of rising temperatures and urbanisation on birds across different climate zones: A mechanistic perspective. Global Change Biology. https://doi.org/10.1111/gcb.16645

 Neue Publikation über einen ungewöhnlichen Fall von Adoption durch ein Prachstaffelschwanz-Paar

Adoption bedeutet, dass Individuen andere Nachkommen als ihre eigenen aufziehen. In diesem Artikel beschreiben wir einen ungewöhnlichen Fall von Adoption durch ein Paar von Prachstaffelschwänzen (Malurus cyaneus) im Cleland Conservation Park, Südaustralien, im Dezember 2020. Obwohl das Brutpaar bereits drei eigene Jungvögel großzog, adoptierte es einen zusätzlichen männlichen Jungvogel aus einem benachbarten Gebiet. Das "Adoptivkind" mit dem Namen GOOx (Green Orange Orange Alu) wurde von seinen Adoptiveltern regelmäßig gefüttert und blieb mindestens sieben Monate lang in seinem neuen Revier. Obwohl die Adoption bei einigen Vögeln, eine adaptive Funktion haben kann, könnte es sich in diesem Fall einfach um einen Fortpflanzungsfehler handeln, bei dem die Eltern nicht in der Lage waren, zwischen verwandten und nicht verwandten Jungvögeln zu unterscheiden.

Publikation in Australian Field Ornithology:
Katsis, A.C., Evans, C., Common, L.K., Colombelli-Négrel D. & Kleindorfer S. (2022). Intraspecific fledgling adoption by a pair of Superb Fairy-wrens Malurus cyaneus. Australian Field Ornithology, 40, 49-55. doi: https://doi.org/10.20938/afo40049055

Picture: Lauren K. Common

 Gratulation zum Wissenschaftsbuch des Jahres 2023

Herzliche Gratulation an Prof. Thomas Bugnyar. Sein Buch "Raben. Das Geheimnis ihrer erstaunlichen Intelligenz und sozialen Fähigkeiten" wurde zum Wissenschaftsbuch des Jahres 2023 gewählt.

 Neue Absolventin: Tatjana Vogel

Herzlichen Glückwunsch an Tatjana Vogel zum Studienabschluss! Tatjana hat das Thema "Occupancy preferences and breeding ecology of secondary hole-nesting birds depending on the material of the nest boxes and on human presence" bearbeitet und damit das Masterstudium Verhaltens-, Neuro- und Kognitionsbiologie an der Universität Wien abgeschlossen. Betreut wurde die Arbeit von PD Dr. Didone Frigerio (KLF, Universität Wien).

Wir wünschen alles Gute für die Zukunft!

 Neue Veröffentlichung über den Stellenwert des Greifvogelmonitorings für den Naturschutz

Für diese Studie wurde eine Online-Umfrage durchgeführt, um zu ermitteln, wo Monitoring von Greifvogelpopulationen durchgeführt wird. Ziel ist es, eine weltweite Datenbank aufzubauen, die nicht nur die Zusammenarbeit in großem Maßstab erleichtert, sondern auch eine Standardisierung der Erhebungen ermöglicht, um die Daten weltweit vergleichbar zu machen. Der Fragebogen wurde in englischer und spanischer Sprache verteilt und von 527 einzelnen Forscher*innen beantwortet, die in 114 Ländern Daten zu 322 Arten (58 % der Greifvogelarten) sammelten. Die drei am häufigsten untersuchten Arten waren der Wanderfalke (Falco peregrinus), der Steinadler (Aquila chrysaetos) und der Turmfalke (Falco sparverius), wobei vor allem Erhebungen zur Nestbelegung, Verhaltensbeobachtungen und Produktivitätsmessungen durchgeführt wurden. Unsere Arbeit unterstreicht - einmal mehr - die dringende Notwendigkeit, den untersuchten Greifvogelarten Priorität einzuräumen, insbesondere in tropischen Gebieten und im globalen Süden.

Publikation in Journal of Raptor Research:
McClure CJW, Vargas FH, Amar A, Concepcion CB, MacColl C, & Sumasgutner P 2022: Conservation Letter: Monitoring Raptor Populations – A Call for Increased Global Collaboration and Survey Standardization. Journal of Raptor Research 57. doi:10.3356/jrr-22-68

Graphical abstract: Chris McClure

 New Publikation über die Ernährung des Silbertauchers

In dieser kurzen Notiz berichten wir über anekdotische Informationen über die Ernährung von Podiceps occipitalis juninensis, die auf der Analyse des Mageninhalts von vier Individuen beruhen, die tot in zwei Lagunen der Hochanden in Ecuador gefunden wurden. Überreste von Malacrustacea-Krebstieren der Gattung Hyalella und der Insektenordnung Odonata waren am häufigsten vertreten. Außerdem fanden sich in allen Proben Federfragmente, die mit Verdauungsvorgängen in Verbindung gebracht werden könnten.

Publikation in Revista Ecuatoriana De Ornitología:
García Loor, J., Espinosa, R., Alarcón, I., Luzuriaga, N., & Guevara, E. (2022). NOTAS SOBRE LA DIETA DEL ZAMBULLIDOR PLATEADO NORTEÑO Podiceps occipitalis juninensis. Revista Ecuatoriana De Ornitología, 8(2). https://doi.org/10.18272/reo.v8i2.2477

 Neuer Absolvent: Stefan Werderitsch

Herzlichen Glückwunsch an Stefan Werderitsch zum Studienabschluss! Stefan hat die Frage "Welche Bedingungen werden von den Waldrappen im Zuge ihrer Brutökologie für die Neststandortswahl bevorzugt" bearbeitet und damit das Masterstudium Verhaltens-, Neuro- und Kognitionsbiologie an der Universität Wien abgeschlossen. Betreut wurde die Arbeit von Dr. Didone Frigerio (KLF, Universität Wien).

Wir wünschen alles Gute für die Zukunft!

 Frohe Weihnachten

Das Team der KLF wünscht frohe Weihnachten, erholsame Feiertage und alles Gute für 2023!

 Herzliche Gratulation zur Dissertation an Verena Pühringer-Sturmayr!

Picture: Daniela Matejschek

Verena hat "Social behaviour and movement ecology of the Northern Bald Ibis (Geronticus eremita)" untersucht und damit das PhD Studium an der Universität Wien abgeschlossen. Betreut wurde die Arbeit von Dr. Didone Frigerio und Prof. Kurt Kotrschal (beide KLF, Universität Wien).

Wir wünschen alles Gute für die Zukunft!

 KLF Praktikantin Katharina Tillmann hat ihre Studie veröffentlicht! Wir gratulieren!

Picture: By Rama - Own work, CC BY-SA 2.0 fr

Die Einhaltung höchster Standards bei der Tierpflege ist wichtig, um die Best Practice im Tierschutz zu erfüllen. In dieser Studie messen wir Verhaltensprofile von Mäusen in Käfigen in Abhängigkeit von ihrem Einstreumaterial. Mäuse, die mit verschmutzter Einstreu versorgt wurden, die Duftstoffe von anderen Mäusen enthielt, ruhten sich mehr aus und zeigten weniger abnormes Verhalten im Vergleich zu Mäusen, die mit steriler, sauberer Einstreu versorgt wurden. Ganz allgemein können diese Erkenntnisse genutzt werden, um das Wohlergehen von Labormäusen zu verbessern.

Publikation in Frontiers in Behavioral Neuroscience:
Müller K, Lengheimer T, Kral-Pointner JB, Wojta J, Yeghiazaryan L, Krall C, Palme R, Kleindorfer S, Plasenzotti R, Pollak DD and Tillmann KE (2022) Exposure to soiled bedding reduces abnormal repetitive behaviors in mice. Front. Behav. Neurosci. 16:1062864. https://doi.org/10.3389/fnbeh.2022.1062864

 Herzlich willkommen Alexander

Alexander studiert Verhaltens-, Neuro- und Kognitionsbiologie an der Universität Wien. Für seine Masterarbeit beschäftigt er sich mit  den Auswirkungen früher sozialer Erfahrungen auf die Exploration bei jungen Raben (Corvus corax).

 Neue Publikation über den Einfluss der Urbanisierung auf die Immunfunktion von Dominohabichten

Picture: Kervin Prayag

In dieser Arbeit haben wir herausgefunden, dass ein höheres Maß an Urbanisierung und Niederschlag mit einer höheren Hämolyse, einem etablierten Indikator für die Stärke des Immunsystems, verbunden ist. Dieser Befund trägt zu unserem Verständnis des Gesamterfolgs des Dominohabichts bei der Besiedlung von Städten im südlichen Afrika bei, wo die Art von einem hohen Beutetieraufkommen (Tauben) profitiert und während des Nistens in städtischen Waldgebieten weitgehend von städtischen Stressfaktoren abgeschirmt ist.

Publikation in Journal of Animal Ecology:
Nwaogu, C. J., Amar, A., Nebel, C., Isaksson, C., Hegemann, A., & Sumasgutner, P. (2022). Innate immune function and antioxidant capacity of nestlings of an African raptor covary with the level of urbanisation around breeding territories. Journal of Animal Ecology, 00, 1– 18. https://doi.org/10.1111/1365-2656.13837

 Herzlich willkommen Nils

Nils studiert Naturschutz und Landschaftsplanung im Master an der TU München und macht derzeit ein Praktikum an der KLF. Dabei sammelt er praktische Erfahrung beim Fang und Besendern von Raben und unterstützt die Forschenden bei unterschiedlichen Projekten.

 Neue Absolventin: Anna Fabbri

Herzlichen Glückwunsch an Anna Fabbri zum Studienabschluss! Anna hat das Thema "Ontogeny of individual variation in food calling in the common raven" bearbeitet und damit das Masterstudium Verhaltens-, Neuro- und Kognitionsbiologie an der Universität Wien abgeschlossen. Betreut wurde die Arbeit von Prof. Sonia Kleindorfer (KLF, Universität Wien).

Wir wünschen alles Gute für die Zukunft!

 Herzlich willkommen Johanna!

Johanna studiert "Landscape Ecology and Nature Conservation" an der Universität Greifswald in Deutschland und ist derzeit an der KLF um Daten für ihre Masterarbeit zum Thema affiliative Interaktionen bei Kolkraben aufzunehmen.

 Herzlich willkommen Anja!

Anja führt an der KLF ein Freiwilliges Umweltjahr (Jugend-Umwelt-Plattform JUMP) durch. Zu den Tätigkeiten zählen unter anderem die Mitarbeit bei Wissensvermittlung und Öffentlichkeitsarbeit sowie Unterstützung bei der Tierpflege. Parallel zum Freiwilligeneinsatz absolviert sie den begleitenden „FUJ-Lehrgang“.

 Herzlich willkommen Sophie!

Sophie studiert Verhaltens-, Neuro- und Kognitionsbiologie an der Universität Wien. Für ihre Masterarbeit arbeitet sie mit den Graugänsen an der KLF.

 Neues Paper zum Fortpflanzungsverhalten des invasiven Vogelparasiten Philornis downsi

Die Vogelvampirfliege ist ein Parasit, der unbeabsichtigt auf den Galápagos-Inseln eingeführt wurde. In dieser Studie nutzen Common et al. genomische Techniken, um neue Muster des Paarungsverhaltens aufzudecken. Im Vergleich zu vor zehn Jahren zeigen die Ergebnisse, dass sich die Weibchen mit weniger Männchen paaren, dass einzelne Weibchen weniger Nachkommen pro Nest ablegen, dass aber mehr einzelne Weibchen pro Nest legen. Diese Ergebnisse liefern nicht nur Informationen für das Naturschutzmanagement, sondern auch einen seltenen Einblick in die Biologie der Invasion in Echtzeit.

Publikation in Biological Invasions:
Common,LK, Kleindorfer S, Colombelli-Négrel D, Dudaniec, RY (2022). Genetics reveals shifts in reproductive behaviour of the invasive bird parasite Philornis downsi collected from Darwin’s finch nests. Biological Invasions https://doi.org/10.1007/s10530-022-02935-y

Picture: B. Sinclair

Picture: B. Sinclair

 Herzliche Gratulation zur Dissertation an Mario Gallego-Abenza!

Mario hat "Soziale Kognition und dynamische Gruppenbildung bei nichtbrütenden Kolkraben (Corvus Corax)" untersucht und damit das PhD Studium an der Universität Wien abgeschlossen. Betreut wurde die Arbeit von Prof. Thomas Bugnyar (Universität Wien).

Wir wünschen alles Gute für die Zukunft!

 Neue Publikation: erkundungsfreudige Individuen des Australischen Prachtstaffelschwanz verteidigen ihr Revier stärker gegen Eindringlinge

Australische Prachtstaffelschwanz-Männchen und -Weibchen verteidigen ein Territorium über viele Jahre hinweg. In dieser Studie zeigen wir, dass Vögel mit extremen Explorationsphänotypen ihr Revier stärker gegen Eindringlinge verteidigen. Vor allem Paare mit nicht übereinstimmenden Explorationsphänotypen - das heißt, bei denen das Männchen entweder mehr oder weniger erkundungsfreudig und das Weibchen entweder weniger oder mehr erkundungsfreudig war - reagierten am stärksten auf Eindringlinge. Unsere Ergebnisse geben Aufschluss über die Rolle der Persönlichkeit in freier Wildbahn und darüber, wie Kombinationen von Persönlichkeitstypen einen Fitnessvorteil bringen können.

Publikation in Animal Behaviour:
Colombelli-Négrel D, Katsis AC, Kleindorfer S (2022).  Superb fairy-wrens with extreme exploration phenotypes respond more strongly to simulated territory intrusions. Animal Behaviour 193, 101-111. doi.org/10.1016/j.anbehav.2022.08.015

 Neues Paper über Persönlichkeit beim Australischen Prachtstaffelschwanz erschienen

Picture: Andrew Katsis

Tiere haben eine Persönlichkeit - manche sind schüchtern und manche mutig, manche sind mehr und andere weniger aggressiv. In dieser Studie wurde der Einfluss der Persönlichkeit auf die Reaktionen auf das Playback eines Raubtiers beim australischen Prachtstaffelschwanz gemessen. Aggressivere Vögel reagierten stärker und näherten sich dem Raubtiergeräusch stärker an. Diese Studie unterstützt die Ansicht, dass die Persönlichkeit von Tieren ihr Verhalten in bedrohlichen Situationen in der freien Wildbahn vorhersagen und daher ein Ziel der Selektion sein kann. 

Publikation in PeerJ:
Bilby, J., Colombelli-Négrel, D., Katsis, A.C. and Kleindorfer, S., 2022. When aggressiveness could be too risky: linking personality traits and predator response in superb fairy-wrens. PeerJ10, p.e14011. doi.org/10.7717/peerj.14011

 Buchkapitel veröffentlicht über die Auswirkungen von Citizen Science auf inhaltliches Lernen und Impulskontrolle bei Volksschülern

Gemeinsam mit den Kolleginnen Katharina Hirschenhauser und Brigitte Neuböck-Hubinger von der Pädagogische Hochschule Oberösterreich hat Didone Frigerio das Buchkapitel "Science Education and Beyond: Citizen Science in Primary School Potentially Affects Conceptual Learning and Socio-emotional Development" verfasst. Es konnte unter anderem gezeigt werden, dass die Beteiligung von Schüler*innen an einem Citizen Science Projekt über Graugänse nicht nur einen Einfluss auf das faktische Lernen sondern auch auf die Impulskontrolle ausübt.

Publikation in Citizen Science - Methods, Approaches and New Perspectives:
Hirschenhauser, K., Frigerio, D., Neuböck-Hubinger, B. (2022). Science Education and Beyond: Citizen Science in Primary School Potentially Affects Conceptual Learning and Socio-emotional Development. DOI: 10.5772/intechopen.107532

 Neuer Absolvent: Tanguy Menthonnex

Herzlichen Glückwunsch an Tanguy Menthonnex zum Studienabschluss! Tanguy hat das Thema "From individual to population: Considerations on the long-term development of a managed, free-flying colony of endangered Northern Bald Ibis" bearbeitet und damit das Masterstudium Behavioural Ecology and Wildlife Management an der Universität der Franche-Comté in Frankreich abgeschlossen. Betreut wurde die Arbeit von Dr. Didone Frigerio (KLF, Universität Wien).

Wir wünschen alles Gute für die Zukunft!

 Neue Absolventin: Antonia Charlotte Huge

Herzlichen Glückwunsch an Antonia Huge zum Studienabschluss! Antonia hat das Thema "Male age is related to the heterospecific soundscape of the breeding territory in two Darwin's finch species" bearbeitet und damit das Masterstudium Verhaltens-, Neuro- und Kognitionsbiologie an der Universität Wien abgeschlossen. Betreut wurde die Arbeit von Prof. Sonia Kleindorfer (KLF, Universität Wien).

Wir wünschen alles Gute für die Zukunft!

 Willkommen Rebekka und Egon

Wir heißen Rebekka und Egon als Masterstudierende an der KLF herzlich willkommen. Rebekka studiert “Wildtierökologie und Wildtiermanagement” an der Universität für Bodenkultur, Wien (BOKU). Nachdem sie viele Monate in den Bergen verbracht hat, um Steinadler zu beobachten, möchte sie nun mehr über den Bruterfolg dieser Art herausfinden. In ihrer Masterarbeit wird sie mit Langzeitdaten aus den Alpen arbeiten, um die Produktivität der Brutpaare in Abhängigkeit von Wetter und Klima zu verstehen.

Egon studiert "Naturschutz und Biodiversitätsmanagement" an der Universität Wien. Im Zuge seiner Masterarbeit wird er sich mit Überlebensraten von aufgezogenen und wilden Kolkraben beschäftigen, diese vergleichen und die Ursachen für mögliche Unterschiede und Muster untersuchen.

 Neues Paper erschienen über die Nutzung von anthropogenen Nahrungsquellen durch Kolkraben

Eine neue Studie des Corvid-Lab mit der Erstautorin Varalika Jain zeigt, wie 81 mit  GPS-Sendern ausgestattete Rabenvögel in den Alpen vom Menschen bereitgestellte Nahrungsquellen nutzen. Es wurde herausgefunden, dass vom Menschen bereitgestellte Nahrungsquellen für alle markierten Individuen wichtig waren, mit Unterschieden in der Bewegung und der Ressourcennutzung je nach Alter (d. h. Jungtiere gegenüber Erwachsenen), Herkunft (d. h. Wildfänge gegenüber in Gefangenschaft gezüchteten Tieren) und Saisonalität. Die Ergebnisse zeigen, wie vom Menschen bereitgestellte Nahrungsquellen die Futtersuchstrategien von nicht brütenden Rabenvögeln beeinflussen, und unterstreichen das Potenzial dieser Nahrungsquellen bei der Gestaltung von Bewegung und Ressourcennutzung.

Publikation in Movement Ecology:
Jain, V., Bugnyar, T., Cunningham, S.J. et al. The spatial and temporal exploitation of anthropogenic food sources by common ravens (Corvus corax) in the Alps. Mov Ecol 10, 35 (2022). https://doi.org/10.1186/s40462-022-00335-4

Picture: Benedikt Heger

Picture: Benedikt Heger

 Biologicum Almtal und Junior Biologicum

Biologicum Almtal (29.9. - 1.10.22)

Das Biologicum Almtal befasst sich als wissenschaftliches Symposium mit den zentralen Themen der modernen Biologie, mit dem Blick auf den Menschen. Die Vortragenden kommen neben der Biologie aus unterschiedlichen Disziplinen, wie Medizin, Veterinärmedizin und Wirtschaft. Dadurch soll gewährleistet sein, das jeweilige Jahresthema aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachten zu können. Ziel der Veranstaltung ist es, wissenschaftliche Themen auf verständliche Weise zu vermitteln. Die Teilnahme am Biologicum setzt Neugier und die Bereitschaft etwas Neues zu erfahren, voraus.

Heuer beschäftigen wir uns mit einer der Kernfragen unserer Zeit, die mit der Ambivalenz des Menschen zu tun hat: Wie können Menschen manchmal so klug sein und dennoch oft so schlechte Entscheidungen treffen? Die Forschung hat zahllose Beispiele für beeindruckend flexible, nahezu optimale Intelligenz bei Menschen und Tieren dokumentiert, gleichzeitig aber auch zahlreiche Bereiche irrationaler, suboptimaler und unflexibler Entscheidungsfindung aufgedeckt.

Während des Biologicum 2022 diskutieren und reflektieren wir über die Grenzen und das Potenzial von nachhaltigem Denken und Handeln. Dabei wird das Thema von mehreren Blickwinkeln betrachtet, sowohl von der biologischen bzw. natur-wissenschaftlichen, als auch von der wirtschaftlichen Seite, wir betrachten die Vorgänge im Gehirn ebenso wie große Datensätze aus weltweiten Beobachtungen.

Junior Biologicum (29.9.22)

Das Junior Biologicum richtet sich an interessierte Oberstufenschüler*innen und deren Lehrkräfte. Es findet heuer am Donnerstag, 29. September zum Thema "Zukunftsfähiges Denken und Handeln - Ein kollektives Unterfangen" im Pfarrhof in Grünau statt. Das Thema wird in kurzen Impulsvorträgen aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet. Im anschließenden Science Cafè kann mit den Vortragenden in ungezwungener Atmosphäre diskutiert werden. Die Teilnahme ist gratis. Anmeldung erforderlich.

Biologicum Almtal und Junior Biologicum finden unter der wissenschaftlichen Leitung von Sonia Kleindorfer und Didone Frigerio statt, die allgemeine Organisation wird von Mitarbeiter*innen der Konrad Lorenz Forschungsstelle in Zusammenarbeit mit der Internationalen Akademie Traunkirchen übernommen.

Wir freuen wir uns auf einen regen Austausch im wunderschönen, frühherbstlichen Almtal in Präsenz, mit spannenden Vorträgen und Diskussionen, erlebnisreichen Exkursionen, einem Pub-Quiz als unterhaltsamem Abendprogramm und der gewohnt köstlichen kulinarischen Begleitung.

Weitere Informationen und Anmeldung:

biologicum-almtal.univie.ac.at

 Wir freuen uns, unseren neuen PostDoc vorzustellen: Dr. Andrew Katsis!

Wir heißen unseren neuen PostDoc herzlich willkommen und freuen uns schon auf die Zusammenarbeit!

Dr. Andrew Katsis ist Verhaltensökologe und interessiert sich für die Persönlichkeit von Vögeln, das vokale Lernen und die pränatale Kommunikation. Da er seine Kindheit auf einer Emu-Farm in Australien verbrachte, entwickelte er schnell eine Leidenschaft für Vögel und ihre Verhaltensbesonderheiten. Im Rahmen seiner Doktorarbeit an der Deakin University untersuchte Andrew, wie die pränatale akustische Umgebung das Verhalten des Zebrafinken (Taeniopygia castanotis), eines kleinen australischen Singvogels, beeinflussen kann. Kürzlich schloss er sein erstes Postdoc-Studium an der Flinders University in Adelaide, Australien, ab, bei dem er die Ontogenese und die Auswirkungen auf die Fitness von Persönlichkeitsunterschieden bei Prachtstaffelschwanz (Malurus cyaneus) und Darwinfinken (Unterfamilie Geospizinae) untersuchte. Neben seiner Forschung ist Andrew auch ein begeisterter Wissenschaftskommunikator und hat Beiträge für Zeitschriften, Online-Nachrichten, Radio und Fernsehen verfasst: 2018 berichtete er über seine Forschung in der populärwissenschaftlichen Netflix-Serie Bill Nye Saves the World.

An der Konrad Lorenz Forschungsstelle wird Andrew in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Sonia Kleindorfer seine Forschung zu den individuellen Charaktereigenschaften von Vögeln fortsetzen. Dabei wird er auf die etablierte Graugänsepopulation der KLF und ein langjähriges Forschungsprojekt auf den Galápagos-Inseln zurückgreifen.

 Neuer Absolvent: Tom Nilles

Herzlichen Glückwunsch an Tom Nilles zum Studienabschluss! Tom hat das Thema "Carotenoid levels in nestlings of urban Eurasian falters (Falco tinnunculus)" bearbeitet und damit den MSc Studiengang Wildtierökologie und Wildtiermanagement an der BOKU abgeschlossen. Betreut wurde die Arbeit von Swen Renner (NHM) und Petra Sumasgutner (KLF, Universität Wien).

Alles Gute für die Zukunft!

 Neues Paper erschienen über Raumnutzung und Standortstreue beim stark gefährdeten Waldrapp

Picture: Verena Pühringer-Sturmayr

Verena Pühringer-Sturmayr und Kolleg*innen untersuchten die Raumnutzung und die Standortstreue beim stark gefährdeten Waldrapp. Waldrappe wiesen durchwegs eine hohe Standortstreue auf und adulte Individuen nutzten während der Brutzeit ein größeres Gebiet als außerhalb der Brutzeit. Weiters wurden bei ihren Wanderungen zwischen verschiedenen Gebieten direkte Routen über Gebirgsregionen vermieden.

Publication in Bird Conservation International:
Puehringer-Sturmayr, V., Krejci, J., Schuster, R., Kleindorfer, S., Kotrschal, K., Frigerio, D., & Loretto, M. (2022). Space use and site fidelity in the endangered Northern Bald Ibis Geronticus eremita: Effects of age, season, and sex. Bird Conservation International, 1-13. https://www.doi.org/10.1017/S0959270922000053

 Einjähriges Bestehen des neuen KLF Gebäudes

Im Juni 2022 feiern wir das einjährige Bestehen des neuen KLF-Gebäudes. Wir bedanken uns bei allen Unterstützern, Förderern und Partnern, die die Idee eines neuen Gebäudes in die Tat umgesetzt haben. Nun können wir unsere Forschung über das Verhalten und die kognitiven Fähigkeiten von Tieren in einer modernen Einrichtung fortsetzen.
Anbei die Festschrift, die zur Eröffnung des Gebäudes erschienen ist.

Download Festschrift

 Neue Absolventin: Eva-Maria Körmer

Herzlichen Glückwunsch an Eva-Maria Körmer zum Studienabschluss! Eva-Maria hat über "Call structure of contact calls in Greylag geese" geschrieben; betreut wurde sie von Sonia Kleindorfer (KLF, Universität Wien) und Mauricio Nicolas Adreani.

Wir wünschen dir alles Gute für die Zukunft!

 Farewell, Steffi!

Picture: Benedikt Heger

Stefanie hat seit Oktober 2021 ein Freiwilliges Umweltjahr an der KLF durchgeführt. Sie hat bei der Wissensvermittlung mitgearbeitet und uns bei der Öffentlichkeitsarbeit sowie der Versorgung der Tiere unterstützt. Liebe Steffi, wir wünschen dir alles Gute für die Zukunft!

 Neue Absolventin: Veronika Weinhäupl

Herzlichen Glückwunsch an Veronika Weinhäupl zum Studienabschluss! Veronika hat über "Departure call structure in Greylag geese"" geschrieben; betreut wurde sie von Sonia Kleindorfer (KLF, Universität Wien) und Mauricio Nicolas Adreani.

Wir wünschen dir alles Gute für die Zukunft!

 

 

 Herzlichen Glückwunsch an Dr. Petra Sumasgutner zur Auszeichnung mit dem renommierten START-Preis!

Petra leistet Pionierarbeit in der Forschung zur Ökologie und zum Schutz von Greifvögeln und leitet ein internationales Projektteam. Ihre bahnbrechende Forschung befasst sich mit dem Futtersuchverhalten von Greifvögeln, Eulen und Raben im Zusammenhang mit Konflikten zwischen Mensch und Wildtieren. Ihre Forschungsergebnisse werden dazu beitragen, Arten zu retten und Ökosysteme wiederherzustellen. Herzlichen Glückwunsch zu dieser großartigen Leistung und viel Erfolg für deine wichtige Forschung.

FWF/Anja Koppitsch/Daniel Novotny

FWF/Anja Koppitsch/Daniel Novotny

 Neue Absolventin: Lilly Felker

Herzlichen Glückwunsch an unsere Masterstudentin Lilly Felker, die ihr Masterexamen an der Universität Wien bestanden hat.
Thema ihrer Masterarbeit: Flock composition and field choice of Lesser White-fronted Goose (Anser erythropus)

Wir wünschen Dir alles Gute für die Zukunft!

 Neue Publikation über Wechselwirkungen von Urbanisierung und Klimawandel auf Rotschwingenstare in Kapstadt

Diese Arbeit ist das erste wissenschaftliche Resultat einer neuen Forschungsinitiative über die Wechselwirkungen zwischen Urbanisierung und Klimawandel, die in Zusammenarbeit mit dem FitzPatrick Institute of African Ornithology ins Leben gerufen wurde. Dabei handelt es sich um das Hot Birds Research Project, bei dem wir eine individuell gefärbte Population von Rotschwingenstaren auf dem Campus der Universität von Kapstadt nutzen. Die Vögel sind an die Beobachtung durch Menschen gewöhnt und hüpfen auf einer Waage gegen eine kleine Futterbelohnung, so dass wir sie regelmäßig wiegen und die täglichen Veränderungen der Körpermasse aufzeichnen können. In dieser Arbeit zeigen wir, dass das große Angebot an anthropogener Nahrung in Städten die Stadtvögel vor den negativen Auswirkungen erhöhter Temperaturen schützen könnte - trotz kurzfristiger Schwankungen in der Verfügbarkeit von Junkfood, die mit dem wöchentlichen Rhythmus menschlicher Aktivitäten zusammenhängen (der so genannte Wochenend-Effekt).

Publication in Landscape and Urban Planning:
Stofberg, M., Amar, A., Sumasgutner, P., Cunningham, S.J. (2022). Staying cool and eating junk: Influence of heat dissipation and anthropogenic food on foraging and body condition in an urban passerine. Landscape and Urban Planning 226.

Der Artikel kann 50 Tage lang abgerufen werden: https://doi.org/10.1016/j.landurbplan.2022.104465

Graphical abstract: Miqkayla Stofberg

 Neue Publikation über Darwinfinken

Diese Veröffentlichung berichtet über schnelle ökologische Veränderungen, die indirekt durch einen eingeschleppten Parasiten verursacht werden. Wenn sich die Larven der Vogelvampirfliege von den Schnäbeln der Darwinfinken ernähren, können sie Schnabelverformungen verursachen. Sonia Kleindorfer und Team haben das Futtersuchverhalten der Darwinfinken gemessen. Bei Vögeln mit normaler Schnabelgröße besetzten die Individuen verschiedener Arten unterschiedliche und spezialisierte Nischen für die Nahrungssuche. Wenn die Vögel jedoch aufgrund von Parasitenbefall im frühen Leben deformierte Schnäbel hatten, konzentrierten sie sich alle auf dieselbe Nische für die Nahrungssuche. Auf diese Weise kann Parasitismus im frühen Leben ökologische Konsequenzen haben, die Jahre später gemessen werden. Es werden große Anstrengungen unternommen, um die endemischen Nahrungsnetze der Galapagosinseln zu erhalten und wiederherzustellen.

Publikation in Functional Ecology:
Kleindorfer,S., Colombelli-Négrel, D., Common, L.K., O'Connor, J.A., Peters, K.J., Katsis, A.C., Dudaniec, R.Y., Sulloway, F.J., Adreani, N.M. (2022). Functional traits and foraging behaviour: Avian vampire fly larvae change the beak and fitness of their Darwin's finch hosts. Functional Ecology, 00, 1–12. https://doi.org/10.1111/1365-2435.14061

 Der Young Investigator Award geht an Petra Sumasgutner

Picture: Daniela Matejshek

Herzliche Gratulation an die Preisträgerin Petra Sumasgutner: Faculty Award der Fakultät für Lebenswissenschaften 2022!
Der Young Investigator Award wird von der Fakultät für Lebenswissenschaften der Universität Wien vergeben, um junge Postdoktorand*innen, die in herausragenden Fachzeitschriften publizieren, auszuzeichnen. Auswahlkriterium für die Vergabe ist der Publikationsoutput.
Petra: "I am planning to use the award to fund my research on urban raptors (Turmfalkenprojekt Wien ) and to attend the PAOC (https://www.paoc15.org/) where I will deliver my very first invited plenary talk on "Raptors in a changing world: Understanding the response of predators to increasing urbanization" at Victoria Falls, Zimbabwe."

 Neue Veröffentlichung über das Auftreten von Asymmetrie im komplexen Nest des Rosttöpfers

Illustration: Alena Lemazina

Nico Adreani und Kollegen nutzten einen bürgerwissenschaftlichen Ansatz, um das Auftreten von Asymmetrie im komplexen Nest des Rosttöpfers (Furnarius rufus) zu quantifizieren. Die Nestasymmetrie war individuell wiederholbar und konnte nicht durch Umweltfaktoren erklärt werden, was viele Fragen zu den Ursachen und Folgen der Nestasymmetrie im Verhalten von Tieren aufwirft.

Publikation in Current Biology:
Adreani, N.M., Valcu, M., Citizen Scientists, Mentesana, L. (2022). Asymmetric architecture is non-random and repeatable in a bird's nest. Current Biology 32(9): 412-413. https://doi.org/10.1016/j.cub.2022.03.075

 Neuer Absolvent: Benedikt Heger

Herzlichen Glückwunsch an Benedikt Heger zum Studienabschluss! Benedikt hat das Thema "Different reactions of greylag geese to their own mirror images, as well as to life-size photographs of their conspecifics" bearbeitet und damit den MSc Studiengang Wildtierökologie und Wildtiermanagement an der BOKU abgeschlossen. Betreut wurde die Arbeit von Sonia Kleindorfer (KLF, Universität Wien).

Alles Gute für die Zukunft!

 Neue Publikation über die Ausdehnung des Verbreitungsgebiets des Weißbrauentyrann

Eine neue Studie des Doktoranden Jefferson Garcia Loor zeigt die Ausdehnung des Verbreitungsgebiets des Weißbrauentyrann (Ochthornis littoralis) vom unteren Amazonas bis zu den Ausläufern der Anden. Der neue Nachweis stammt außerdem aus einem bisher unbekannten Lebensraum der Art.

Publication in Check List - the journal of biodiversity data:
García-Loor J (2022) Elevational range extension of Drab Water Tyrant, Ochthornis littoralis (Pelzeln, 1868) (Passeriformes, Tyrannidae). Check List 18(3): 451-453. https://doi.org/10.15560/18.3.451

 Willkommen Viktoria

Viktoria studiert Human-Animal Interactions an der Veterinärmedizinischen Universität Wien und wird im Zuge ihrer Masterarbeit das prosoziale Verhalten der Ziegen im Cumberland Wildpark Grünau untersuchen.

 Willkommen Alena, Caelan, Leon und Matt

Picture: Stefanie Filz

Die vier Australier*innen unterstützen die Forschung an den Graugänsen an der KLF als Freiwillige in den nächsten Monaten. Einer ihrer Aufgaben ist es die Rufe der handaufgezogenen Gössel aufzunehmen.

 Frohe Ostern!

Picture: J. Hemetsberger

Frohe Ostern und schöne Feiertage!

 Willkommen Barbara und Johanna

Barbara, Studentin im Masterprogramm "Wildtierökologie und Wildtiermanagement" an der Universität für Bodenkultur (BOKU) und Johanna, die "Molecular Microbiology, Microbial Ecology and Immunobiology" an der Universität Wien studiert, ziehen Graugänse an der KLF von Hand auf und werden anschließend ihre Masterarbeiten über i) die soziale Integration der von Hand aufgezogenen Gössel und ii) die Zusammensetzung des Darmmikrobioms bei Graugänsen vom Schlupf bis zum flügge werden schreiben.

 Willkommen Tanguy und Stefan

Im Rahmen ihrer Masterarbeit untersuchen Tanguy und Stefan, was Vögel - im Speziellen den Waldrapp - dazu bringt, Plastik und andere menschliche Abfälle als Material für ihr Nest zu verwenden, und welche Folgen dies für die Eltern und den Nachwuchs haben kann.

Tanguy studiert Behavioural Ecology applied to Wildlife Management an der Universität von Bourgogne Franche-Comté in Frankreich. Stefan studiert an der Universität Wien, nachdem er sein Bachelor-Studium in Salzburg abgeschlossen hat.

 Neue Publikation: Wie können Freiwillige in Forschungsprojekte involviert und dabei korrekte Daten erhalten werden?

Eine gute Kommunikation und ausführliche Schulungen können den Citizen Scientists helfen, qualitativ hochwertige und genaue Daten zu sammeln, die wissenschaftlich verwendet und mit der breiteren wissenschaftlichen Gemeinschaft geteilt werden können. Wir sind überzeugt, dass sowohl Citizen Scientists als auch die Wissenschaftler*innen von dieser Zusammenarbeit profitieren und, was am wichtigsten ist, dass sie alle Spaß dabei haben!

Publikation in "Frontiers for Young Minds":
Gegendorfer G, Rittenschober J, Vesely H and Frigerio D (2022) Volunteering In Monitoring Bird Behavior: Accuracy Matters!. Front. Young Minds. 10:596181.

 Neue Publikation über die Anzahl und Vielfalt von Waldvögeln auf Fidschi

Doktorand Alivereti Naikatini und Kolleg*innen fanden heraus, dass die jährliche Anzahl und Vielfalt von Waldvögeln in allen Waldtypen auf Fidschi, einschließlich Primär-, Sekundär- und Plantagenwäldern, vergleichbar ist. Die Erhaltung von Wäldern, einschließlich nachwachsender und bewirtschafteter Wälder, ist für die Erhaltung der Waldvögel von Vorteil. 

Publication in "Pacific Conservation Biology":
Naikatini AN, Keppel G, Brodie G, Kleindorfer S (2022). Avian diversity and abundance across years: consistent patterns in forests but not grasslands on Viti Levu, Fiji. Pacific Conservation Biology, https://doi.org/10.1071/PC21039https://doi.org/10.1071/PC21039

 Willkommen Lennart

Lennart studiert an der Hochschule Bremen und hat kürzlich einen Erasmus Auslandsaufenthalt an der Südböhmischen Universtiät in Tschechien durchgeführt. Im Rahmen seiner Bachelorarbeit untersucht er den Grad der interspezifischen Verständigung von freilebenden Kolkraben im Cumberland Wildpark, indem er ihre Reaktion auf Alarmrufe verschiedener Rabenvogelarten analysiert. Dies wird in den nächsten drei Monaten in Form von Playbacks während der Wildschweinfütterung stattfinden, bei denr die Raben anwesend sind.

 

 

 Neues Kurzvideo über den Erhalt der Vielfalt und unsere Forschung an den Waldrappen

Im Rahmen ihrer Forschung für ihre Dissertation beschäftigte sich Verena Pühringer-Sturmayr mit dem sozialen Zusammenhalt und dem Ausflugsgebiet der stark gefährdeten Waldrappe. Im Herbst und Winter diesen Jahres hat ein Filmteam sie bei ihrer Arbeit begleitet, die Waldrappe kennengelernt und mit Verena über die Notwendigkeit des Erhalts er Artenvielfalt diskutiert.

Kurzvideo:
wandelklima.at/verenas-waldis-der-wert-der-vielfalt/

Picture: Verein „Wandelklima – Plattform für Umweltschutz und soziale Gerechtigkeit“

Picture: Verein „Wandelklima – Plattform für Umweltschutz und soziale Gerechtigkeit“

Picture: Verein „Wandelklima – Plattform für Umweltschutz und soziale Gerechtigkeit“

 Neue Publikation über die Vögel auf den Fidschi-Inseln

Das Verhalten der endemischen Vögel auf den Fidschi-Inseln wird zum ersten Mal seit der Whitney-Südsee-Expedition mit Ernst Mayr im Jahr 1929 untersucht! Gemeinsam mit Naikatini und Kollegen dokumentierte Kleindorfer die vertikale Nischenschichtung bei den Waldvögeln der Fidschi-Inseln. Die Studie liefert wertvolle Informationen über die Rolle des Tierverhaltens, wie z. B. des Futtersuchverhaltens, für die Struktur der Waldgemeinschaft. Das Verständnis der Triebkräfte der biologischen Vielfalt ist eine wesentliche Voraussetzung für den Schutz der Waldvögel.

Publikation in "Diversity":
Naikatini, A.N., Keppel, G., Brodie, G., Kleindorfer, S., 2022. Interspecific Competition and Vertical Niche Partitioning in Fiji’s Forest Birds. Diversity. https://doi.org/10.3390/d14030223

 Neue Publikation über die akustische Erkennung bei Graugänsen

Marie Guggenberger und Kolleg*innen untersuchten die Stimmerkennung bei einer der ältesten Vogelarten, den Graugänsen (Anser anser). Dies geschah in freier Wildbahn durch die Kombination eines deskriptiven und experimentellen Ansatzes. Graugänse waren in der Lage, Vokalisationen von Individuen mit unterschiedlicher sozialer Bedeutung zu erkennen.

Publikation in "Animl Behaviour":
Guggenberger, M., Adreani, N.M., Foerster, K., Kleindorfer, S. (2022) Vocal recognition of distance calls in a group-living basal bird: the greylag goose, Anser anser. Animal Behaviour. https://doi.org/10.1016/j.anbehav.2022.01.004

 Willkommen Tatjana

Im Rahmen ihrer Masterarbeit wird Tatjana die bevorzugte Belegung und den Bruterfolg von höhlenbrütenden Kleinvögeln in Abhängigkeit vom Material der Nistkästen und in Abhängigkeit von verschiedenen Waldtypen (mit/ohne Anwesenheit des Menschen) im Gebiet in und um den Cumberland Wildpark untersuchen.

 Gratulation zur Verleihung des "2021 Purcell Memorial Prize of Science"

Gratulation an Carina Nebel, Doktorandin von Petra Sumasgutner und Arjun Amar, zur Verleihung des Purcell Memorial Prize of Science für ihre Doktorarbeit über den Farbpolymorphismus des Dominohabichts. Diese Auszeichnung wird einmal jährlich von der Wissenschaftsfakultät in Südafrika für die beste Doktorarbeit auf dem Gebiet der "Biological Sciences" verliehen.

 Willkommen Sophie

Picture: Stefanie Filz

Sophie studiert Verhaltens-, Neuro- und Kognitionsbiologie im Master an der Universität Wien. Im Rahmen eines Praktikums an der KLF untersucht sie die soziale Struktur sowie das Dominanzverhalten bei Graugänsen.

 Willkommen Salomé

Salomé studiert Evolutionsbiologie an der Faculté des sciences et technologies - Université de Lille. Sie wird ein halbes Jahr an der KLF verbringen und für ihre Masterarbeit das Fress-Verhalten der freifliegenden Raben im Cumberland Wildpark Grünau untersuchen.

 Neues Poster "Individual variation of food associated calls in the raven"

Für die VDS CoBeNe PhD Academy von 2.-4. Februar 2022 hat Masterstudentin Anna Fabbri einen  Posterbeitrag zum Thema "Ontogeny of individual variation in food calling in the common raven" eingebracht.

Fabbri, A.L., Bernatovic, G., Bugnyar, T., Kleindorfer, S. (2022): Ontogeny of individual variation in food calling in the common raven. Poster Contribution.

 Freiwilliges Umweltjahr an der Konrad Lorenz Forschungsstelle

Auch heuer gibt es wieder die Möglichkeit an der KLF ein Freiwilliges Umweltjahr (Jugend-Umwelt-Plattform JUMP) zu machen. Zu den Tätigkeiten zählen unter anderem die Mitarbeit bei Wissensvermittlung und Öffentlichkeitsarbeit sowie Unterstützung bei der Tierpflege.
Parallel zum Freiwilligeneinsatz absolvieren die Teilnehmer*innen den begleitenden „FUJ-Lehrgang“. Mit der Absolvierung des Lehrgangs erhalten die TeilnehmerInnen 8 ECTS, die an der Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik angerechnet werden können.

Bewerbung:
www.jugendumwelt.at

Picture: Archiv KLF

Picture: Benedikt Heger

Picture: Archiv KLF

 Willkommen Tom

Tom studiert Wildtierökologie und Wildtiermanagement an der BOKU - Universität für Bodenkultur Wien. Im Rahmen seines Praktikums an der KLF untersucht er das „Reiten“ von Kolkraben auf Wildschweinen im Cumberland Wildpark Grünau.

 Konferenzbeitrag beim ARRCN Symposium

Petra Sumasgutner und Kolleg*innen sprechen am Donnerstag, 20. Jänner um 08:00 Uhr beim ARRCN Symposium (Asian Raptor Research and Conservation Network) um das GARRN - das Global Anthropause Raptor Research Network vorzustellen. Registrierung ist noch möglich, keine Anmeldegebühren.

https://www.arrcn2022.com/registration-abstract-submission.html

 Frohe Weihnachten!

Wir wünschen frohe Weihnachten, erholsame Feiertage und alles Gute für 2022!

 Wilkommen Gabriela

Wir begrüßen unsere neue Masterstudentin Gabriela. Gabriela untersucht, wie die elterliche Fürsorge bei Raben mit Fütterungsstrategien und Fütterungserfolg an einem gemeinsamen Fütterungsplatz außerhalb der Familie zusammenhängt.

 Willkommen Stefanie und Lilly

Stefanie sammlt für ihre Masterarbeit mit Hilfe der Citizen Science App KraMobil Verhaltensdaten zu frei lebenden Krähen im Tiergarten Schönbrunn und beschäftigt sich mit deren Gruppendynamik in Abhängigkeit der vorhandenen Ressourcen. Der Titel des Projekts ist "Effects of resource availability and distribution on grouping dynamics and foraging strategies in an urban population of crows (Corvus corone ssp.)".

In ihrer Masterarbeit untersucht Lilly die Feldwahl der Zwerggans, einer gefährdeten Art, im Vergleich zu anderen im selben Gebiet vorkommenden Gänsearten. Außerdem schaut sie sich das Vorkommen interspezifischer Scharen in Zusammenhang mit den Merkmalen der Felder an, sowie das gezeigte Verhalten.  In ihrer Arbeit wird sie unterstützt von Dr. Niklas Liljebäck (“Projekt Fjällgås”) und Dr. Helmut Kruckenberg  (Institute for Wetlands and Waterbird Research e.V., Germany).

 Neue Publikation über den Einfluss der Anwesenheitsdauer der Weibchen im Nest auf die Anzahl von Ektoparasiten bei Darwinfinkenarten

Der Nachwuchs der 17 Darwinfinkenarten wird von den Larven einer versehentlich eingeschleppten parasitären Fliege bei lebendigem Leibe aufgefressen. Die 1997 erstmals in Nestern von Darwinfinken beobachtete Vogelvampirfliege ernährt sich von Blut und Gewebe der sich entwickelnden Vögel, tötet die meisten und verursacht bei den Überlebenden Deformationen. In dieser Studie konzentrieren wir uns auf die elterliche Fürsorge und zeigen, dass erwachsene Finkenweibchen die Wahrscheinlichkeit verringern können, dass Vogelvampirfliegen in das Nest eindringen können. Qualitativ hochwertige Weibchen, die eine längere elterliche Fürsorge im Nest aufrechterhalten können, während sie selbst weniger Gelegenheit haben, sich zu ernähren, und die mit Männchen gepaart sind, die ihre Nachkommen vermehrt füttern, haben bessere Chancen, in einer von Vampirfliegen dominierten Umgebung Nachkommen zu produzieren.

Publikation in "Proceedings of the Royal Society B":
Kleindorfer S, Common LK, O’Connor JA, Garcia-Loor J, Katsis AC, Dudaniec RY, Colombelli-Négrel D, Adreani NM (2021). Female in-nest attendance predicts the number of ectoparasites in Darwin’s finch species. Proceedings of the Royal Society B.

 Neue Publikation über die Ähnlichkeit der Geschlechterrollen beim männlichen und weiblichen Vogelgesang

Eine neue Veröffentlichung von Karan Odom, Sonia Kleindorfer und Kolleg*innen untersucht die Ähnlichkeit der Geschlechterrollen bei männlichem und weiblichem Gesang. In der Vergangenheit ging man davon aus, dass sich die Komplexität des Vogelgesangs in erster Linie durch sexuelle Selektion bei den Männchen entwickelt; bei vielen Arten singen jedoch beide Geschlechter, und der Selektionsdruck auf beide Geschlechter könnte breiter sein. Diese Studie, die 15 Populationen von neun Prachstaffelschwanzarten umfasst, zeigt, dass sich männliche und weibliche Gesänge ähnlicher sind, wenn die elterliche Fürsorge ähnlicher ist. Informationen darüber, wie und warum weibliche Vögel singen, sind ein vernachlässigter Bereich der Tierverhaltensforschung, und diese Studie trägt dazu bei, diese Wissenslücke zu schließen.

Publication in Ecology and Evolution:
Odom, K.J., Cain, K.E., Hall, M.L., Langmore, N.E., Mulder, R.A., Kleindorfer, S., Karubian, J., Brouwer, L., Enbody, E.D., Jones, J.A. and Dowling, J.L. (2021). Sex role similarity and sexual selection predict male and female song elaboration and dimorphism in fairy‐wrens. Ecology and Evolution. https://doi.org/10.1002/ece3.8378

 Gratulation zum PeerJ-Award

Herzliche Gratulation an Varalika Jain zum besten studentischen Beitrag beim 7. Bio-Logging Symposium, das im Oktober 2021 online stattfand.

In diesem Blogbeitrag schreibt sie über ihre Forschung und die bisherige akademische Karriere: https://peerj.com/blog/post/115284885148/peerj-award-winners-7th-bio-logging-symposium/

 Neue Publikation über die Ursachen der Nestmortalität beim stark gefährdeten Mittleren Baumfink

Drawing: Lauren K. Common

Sonia Kleindorfer und Petra Sumasgutner veröffentlichten gemeinsam mit der Doktorandin Lauren Common ihre Erkenntnisse über die Ursachen der Nestmortalität beim stark gefährdeten Mittleren Baumfink. Wie diese Studie zeigt, werden ~90% der Kükensterblichkeit durch eingeschleppte Parasiten und Raubtiere verursacht. Die neue Publikation analysiert Langzeitdaten und liefert Ausgangsdaten, anhand derer die Auswirkungen der geplanten Ausrottung eingeschleppter Arten und der Wiederansiedlung lokal ausgestorbener Arten auf der Insel Floreana verglichen werden können.

Publication in Birds MDPI:
Kleindorfer, S., Common, L.K., Sumasgutner, P. (2021). Nesting Success and Nesting Height in the Critically Endangered Medium Tree Finch (Camarhynchus pauper). Birds MDPI.

 Willkommen Toni

Für ihre Masterarbeit beschäftigt sich Toni mit Darwinfinken auf Galapagos. Sie untersucht das Singverhalten der Eltern und umgebenden Nachbarn und wie lange ein Paar sich am Nest aufhält. Dazu analysiert sie Videos von Nestern, die 2020 auf Galapagos aufgenommen wurden. Ab Jänner wird sie vor Ort weitere Daten sammeln. Wir wünschen alles Gute für die kommende "field season".

 Neue Publikation über die Vogelvampirfliege

In der Publikation "Temporal and spatial variation in sex-specific abundance of the avian vampire fly (Philornis downsi)" (Zeitliche und räumliche Variation der geschlechtsspezifischen Häufigkeit der Vogelvampirfliege (Philornis downsi)), die in der Fachzeitschrift Parasitology Research veröffentlicht wurde, berichten Lauren Common und Kollegen über Unterschiede im Vorkommen von männlichen und weiblichen Vogelvampirfliegen auf der Insel Floreana, Galapagos. Die neuen Informationen werden zur Entwicklung von Bekämpfungsmaßnahmen für diesen tödlichen invasiven Parasiten verwendet, der die größte Bedrohung für das Überleben aller Galapagos-Landvögel darstellt. Kleindorfer und ihr Team untersuchen die Vogelvampirfliege auf den Galapagos-Inseln seit dem Jahr 2000, und die Doktorandin Lauren Common erweiterte wichtige Erkenntnisse, die zur Kontrolle der räumlichen Verbreitung der Fliege genutzt werden können.

Publikation in Parasitology Research:
Common, L.K., Sumasgutner, P., Sumasgutner, S.C., Colombelli-Negrel, D., Dudaniec, R.Y., Kleindorfer, S. (2021). Temporal and spatial variation in sex‑specific abundance of the avian vampire fly (Philornis downsi). Parasitology Research.

 Neue Absolventin: Kathrin Arbeithuber

Herzlichen Glückwunsch an unsere Masterstudentin Kathrin Arbeithuber, die ihr Masterexamen an der Universität Wien bestanden hat.

Thema ihrer Masterarbeit: Disentangling the effects of metabolism on activity levels and boldness: A study of between-individual differences in heart rate and behaviour from embryo to nestling in Northern Bald Ibis (Geronticus eremita)

Wir wünschen Dir alles Gute für die Zukunft!

 Willkommen Silvia!

Wir begrüßen unsere neue Kollegin Silvia Damini! Silvia interessiert sich für Verhalten und Kognition bei Tieren. In ihrer Doktorarbeit wird sie die interspezifischen Interaktionen von Raben mit Wölfen und Wildschweinen bei der Nahrungssuche untersuchen.

 Vortrag von Martin Rössler zum Thema „Aktuelle Testergebnisse und Hintergründe zur Wirkung verschiedener Glas-Markierungen gegen Vogelschlag“

Am Montag 8.11. findet um 14:00 Uhr an der KLF ein Vortrag des Ornithologen Martin Rössler zum Thema "Aktuelle Testergebnisse und Hintergründe zur Wirkung verschiedener Glas-Markierungen gegen Vogelschlag“ statt. Er wird von seiner Forschung zur Problematik von Glasflächen für Vögel unter Verwendung von experimentellen Versuchstunnels berichten. Martin Rössler hat Landschaftsökologie und Landschaftsgestaltung an der BOKU - Universität für Bodenkultur Wien studiert und den Verein Auring: Biologische Station Hohenau-Ringelsdorf gegründet.

Der Vortrag findet auf Deutsch statt.

Wir möchten Interessierte herzlich einladen, an diesem Vortrag in Präsenz (2,5-G Nachweis erforderlich, FFP2 Maskenpflicht) oder online teilzunehmen. Begrenzte Teilnehmerzahl. Anmeldung unbedingt erforderlich unter: gudrun.gegendorfer@univie.ac.at

 Neue Publikation über das Global Raptor Impact Network GRIN

In diesem Paper wird das Global Raptor Impact Network (GRIN) vorgestellt, ein Instrument zur Verbesserung der Zusammenarbeit und des Einflusses der Greifvogelforschungsgemeinschaft auf den Naturschutz. Es wird ein Überblick über die Geschichte und den aktuellen Stand von GRIN, einschließlich der Pläne für eine Erweiterung gegeben, und die kürzlich begonnene Zusammenarbeit mit dem Global Anthropause Raptor Research Network (GARRN) vorgestellt. Im Rahmen dieses Netzwerks wurden die Auswirkungen der Interaktionen zwischen Mensch und Raubvögeln untersucht, über Schutzmaßnahmen informiert, was letztendlich zum Schutz der Raubvogelpopulationen im Anthropozän beiträgt.

Publikation im Journal of Raptor Research:
McClure, Christopher J. W., David L. Anderson, Ralph Buij, Leah Dunn, Michael T. Henderson, Jennifer McCabe, Brian W. Rolek, Sarah E. Schulwitz, D. Paul Spurling, F. Hernan Vargas, Munir Z. Virani, Richard T. Watson, Diego Méndez, Cesar Marquez Reyes, Everton B. P. Miranda, Lyle Glowka, Sofi Hinchliffe, Bryce W. Robinson, James R. Belthoff, Julie A. Heath, André Botha, Robert A. G. Davies, Andrew P. Rayner, Simon R. Trice, Laurie Goodrich, Jean-François Therrien, M. David Oleyar, Steven J. Slater, Evan R. Buechley, Sandesh Gurung, Tulsi R. Subedi, Petra Sumasgutner, Luke J. Sutton, Franziska Loercher, W. Louis Phipps, and José Tavares2021 Commentary: The Past, Present, and Future of the Global Raptor Impact Network. 

Road-kill is a common cause of mortality for typical road-side raptors, such as buzzards, kestrels and barn owls

Picture: Ralph Buij

Vultures and other scavengers are amongst the most threatened raptor species

Picture: Evan Buechley

 Willkommen Jefferson

Picture: Benedikt Heger

Jefferson hat sein Biologiestudium in Ecuador abgeschlossen und in verschiedenen Projekten, hauptsächlich im Amazonasgebiet und auf den Galápagos-Inseln, gearbeitet. Er interessiert sich für das Verhalten von Tieren und die Evolution. Für seine Dissertation wird er untersuchen, wie sich das Verhalten von Darwinfinken in Abwesenheit von Raubtieren ändern kann. In Grünau wird er auch an Projekten mit Graugänsen mitarbeiten.

 Neue Publikation erschienen: Mechanismen und Auswirkungen der Urbanisierung auf wildlebende Tiere

Weltweit leben mehr Menschen in städtischen als in ländlichen Gebieten. Diese rasche Urbanisierung stellt eine Herausforderung für die nachhaltige Entwicklung und die öffentliche Gesundheit dar. Für die Tiere sieht die Situation jedoch noch düsterer aus. Die Urbanisierung ist eine neue selektive Kraft, die die Zusammensetzung von Tiergemeinschaften stark verändert. Es gibt immer noch eine deutliche Wissenslücke beim Verständnis der Mechanismen und Auswirkungen der Urbanisierung auf wild lebende Tiere. In dieser Studie wurde ein Biomarker-Ansatz verwendet - ein indirekten Indikator für Vitalität oder Leistung, der Rückschlüsse auf das zulässt, was wir gemeinhin als Gesundheit bezeichnen -, um herauszufinden, wie Turmfalken in der Stadt auf die Belastung durch städtische Stressfaktoren reagieren.

Publikation in The Science of Nature:
Wemer, L., Hegemann, A., Isaksson, C., Nebel, C., Kleindorfer, S., Gamauf, A., . . . Sumasgutner, P. (2021). Reduced ectoparasite load, body mass and blood haemolysis in Eurasian kestrels (Falco tinnunculus) along an urban–rural gradient. The Science of Nature.

 Willkommen Awani

Awani befasst sich mit der Evolution von Sozialverhalten und Kognition. Im Rahmen ihres PhD wird sie in den nächsten drei Jahren die Nutzung sozialer Informationen und Strategien für soziale Interaktionen bei den freifliegenden Raben untersuchen.

 Neue Publikation über Rotschwingenstare

Urbane Vögel nutzen häufig anthropogene Nahrung, aber der Einfluss kurzfristiger Schwankungen in der Nahrungs-verfügbarkeit, die mit menschlichen Aktivitätszyklen (Wochentag/ Wochenende) zusammenhängen, ist weitgehend unbekannt. In dieser Ausgabe fanden Catto und Kolleg*innen heraus, dass erwachsene Rotflügelstare an Wochentagen einen größeren täglichen Massenzuwachs hatten. Nestlinge waren kleiner und leichter, wenn die Eltern hauptsächlich Junkfood fütterten. Die Menge der verfügbaren menschlichen Nahrung könnte also das Überleben der erwachsenen Vögel begünstigen, während die geringere Qualität der Nahrung das Wachstum der Nestlinge beeinträchtigt.

Publikation in Oecologia:

Catto, S., Sumasgutner, P., Amar, A., Thomson, R. L., & Cunningham, S. J. (2021). Pulses of anthropogenic food availability appear to benefit parents, but compromise nestling growth in urban red-winged starlings.

https://link.springer.com/article/10.1007/s00442-021-05033-3

Picture: © Susie Cunningham

Picture: © Susie Cunningham

 Willkommen Paula und Benedikt

Biologiestudentin Paula Pröll von der Universität Wien hilft derzeit beim Langzeit-Monitoring der Graugänse. Außerdem unterstützt sie Master- und PhD-Studierende bei deren Projekten.

Benedikt ist Masterstudent der Wildtierökologie und des Wildtiermanagements auf der Universität für Bodenkultur Wien. Im Rahmen seiner Masterarbeit beschäftigt er sich mit den unterschiedlichen Reaktionen von Graugänsen auf ihre eigenen Spiegelbilder, sowie auf lebensgroße Fotografien ihrer Artgenossen.

 Neue Publikation über das Erlernen von Lautäußerungen bei Singvögeln

Neues Paper von Diane Colombelli-Négrel, Sonia Kleindorfer, Nico Adreani und Kolleg*innen über pränatales auditives Lernen bei Vögeln erschienen.

Publikation in "Philosophical Transactions of the Royal Society B: Biological Sciences":

Colombelli-Négrel, D., Hauber, M.E., Evans, C., Katsis, A.C., Brouwer, L., Adreani, N.M. and Kleindorfer, S. (2021) Prenatal auditory learning in avian vocal learners and non-learner. Philosophical Transactions of the Royal Society B: Biological Sciences.

 Biologicum Almtal und Junior Biologicum 2021: Natur und Wissenschaft im Wandel der Zeit

Im heurigen Biologicum Almtal und Junior Biologicum legen wir einen Fokus auf „Natur und Wissenschaft im Wandel der Zeit“. Dabei wird von verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet, wie Veränderungen gemessen werden können, wie sie langfristig wirken und welche kollektiven Verhaltensänderungen zu einem nachhaltigen Umgang mit der Natur führen können. Zehn Vortragende werden die Veränderungen, den Wandel in ihren eigenen wissenschaftlichen Fachdisziplinen beleuchten und für Diskussionen und Austausch zur Verfügung stehen. 

Biologicum Almtal und Junior Biologicum finden heuer unter der wissenschaftlichen Leitung von Sonia Kleindorfer und Didone Frigerio, die allgemeine Organisation wird von Mitarbeiter*innen der Konrad Lorenz Forschungsstelle in Zusammenarbeit mit der Internationalen Akademie Traunkirchen übernommen. Wir begrüßen die Kooperation mit einer regionalen Partner-Institution, welche Menschen in ihrer Begeisterung und Begabung für Naturwissenschaften und technische Entwicklung fördert und die Begegnung mit der Wissenschaft unterstützt. Nach einer Durchführung als online Veranstaltung im letzten Jahr, freuen wir uns heuer auf einen regen Austausch im wunderschönen, frühherbstlichen Almtal in Präsenz, mit spannenden Vorträgen und Diskussionen, erlebnisreichen Exkursionen, einem Kabarett als unterhaltsamen Abendprogramm und der gewohnt köstlichen kulinarischen Begleitung.

W https://biologicum-almtal.univie.ac.at/

 Neue Publikation über Graugänse

Picture: Josef Hemetsberger

Didone Frigerio, Petra Sumasgutner und Kolleg*innen konnten zeigen, dass zwischen Klima und Brutphänologie sowie Reproduktionsleistung bei Graugänsen ein Zusammenhang besteht. „Bei wärmeren Wintern konnten mehr Weibchen zu Brüten beginnen. Insgesamt sind mehr Junge flügge geworden", so Didone Frigerio.

Publikation in Scientific Reports:
https://www.nature.com/articles/s41598-021-95011-9

Die Broschüre „Citizen Science – Forschen mit Schulen. Grundlagen, Empfehlungen & praktische Tipps für gemeinsame Projekte“ des ÖAD - Zentrum für Citizen Science ist erschienen. Didone Frigerio hat als Autorin bei zwei der sieben Kapitel mitgewirkt.

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 Neue Publikation über den Dominohabicht

Carina Nebel, Petra Sumasgutner und Kolleg*innen untersuchten den Modus der Vererbung der Farbmorphe beim Schwarzen Sperber erneut. Sie konnten zeigen, dass das dunkle Allel tatsächlich genetisch dominant gegenüber dem hellen Allel ist. Und das trotz der Tatsache, dass Vögel mit heller Morphologie auf dem gesamten afrikanischen Kontinent häufiger vorkommen.

Abbildung 1) Variabilität innerhalb der dunklen Morphe beim Dominohabicht.

Abbildung 2) Variabilität innerhalb der hellen Morphe beim Dominohabicht. (oben) Gefiedervariabilität an Kehle, Brust und Bauch, (unten) Gefiedervariabilität an den Unterflügeldecken. Die Variabilität drückt sich in der unterschiedlichen Menge schwarzer und weißer Federn aus.

Publication in Journal of Zoology:
Nebel, C., Sumasgutner, P., Rodseth, E., Ingle, R. A., Childs, D. Z., Curtis-Scott, O., and Amar, A. (2021) Multigenerational pedigree analysis of wild individually marked black sparrowhawks suggests that dark plumage coloration is a dominant autosomal trait. Journal of Zoology.

 Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf Wildtiere

Petra Sumasgutner und das Rotschwingenstar Team aus Kapstadt sind Teil der PAN-Environment Working Group, die sich zum Ziel gesetzt hat, positive und negative Auswirkungen des Menschen auf unsere Wildnis zu entflechten. Die Forschungsmöglichkeit, die sich aus den tragischen Umständen der COVID-19-Pandemie ergab, zeigte, dass der Mensch nicht nur eine Bedrohung, sondern auch ein wichtiger Bewahrer von Arten und Ökosystemen ist. Speziell in der Staren-Fallstudie fanden die Forscher heraus, dass erwachsene Vögel während der Aussperrung durchweg geringere Körpermassen aufwiesen als in den Vorjahren. Die Vögel waren 4,1 +/- 1 g leichter zwischen präcovid und covid, was ca. 3 % der Körpermasse entspricht.

Publikation in "Biological Conservation":

Bates, A. E., Primack, R. B., PAN-Environment Working Group, Duarte C. M. (2021) Global COVID-19 lockdown highlights humans as both threats and custodians of the environment. Biological Conservation, 109175

 Beringung der Turmfalkenküken

Seit nunmehr 12 Jahren unterstützt die Berufsfeuerwehr das Turmfalkenprojekt Wien. Wir wurden auch heuer wie immer kompetent und freundlich betreut; ein Tag in der Turmfalkensaison auf den wir hinarbeiten und auf den wir uns ganz besonder freuen. Der noch dazu ungemein wertvoll für unsere Forschungsarbeit ist da viele der innerstädtischen Nistplätze nur mit der Drehleiter erreichbar sind. Heuer wird das Projekt von unserem MSc Studenten Tom Nilles und Dr Manuela Merling de Chapa getragen, die mit viel Erfahrung die sie an städtischen Habichten gesammelt hat im Turmfalkenprojekt aushilft. Herzlichen Dank!

 Willkommen Veronika & Eva-Maria!

Wir begrüßen unsere neuen Masterstudentinnen Veronika Weinhäupl und Eva-Maria Körmer. Beide studieren an der Universität für Bodenkultur in Wien. Veronika untersucht den Fortgehruf bei Graugänsen, während Eva die Rufstruktur von Kontaktrufen bei Graugänsen untersucht.

 Neue Publikation über Dominohabichte

Carina Nebel, Petra Sumasgutner und Kollegen wollten die Mechanismen entschlüsseln, durch die sich sowohl die helle als auch die dunkle Morphe des Dominohabichts innerhalb derselben Population in stabilen Morphenverhältnissen erhalten können. Diese Forschung hat gezeigt, dass gemischt-morphe Paare (bestehend aus einem hellen und einem dunklen Morphen-Elternteil) eine höhere Produktivität haben und dass ihre Nachkommen eine höhere Überlebensrate aufweisen. Hier entschlüsseln die Autoren einen möglichen Kompromiss zwischen Körpermasse und Immunfunktion, der erklären könnte, warum dünnere Küken am Ende stärkere Jungvögel sind.

Publikation in "Scientific Reports":

Nebel, C., Amar, A., Hegemann, A., Isaksson C., Sumasgutner, P. (2021) Parental morph combination does not influence innate immune function in nestlings of a colour-polymorphic African raptor. Scientific Reports, 11: 11053

Bildunterschrift: 1) Blutabnahme bei einem Dominohabichtküken für den Biomarker-Ansatz. 2) Dominohabicht bei der Mauser vom rötlich-braunen Jungvogelgefieder zum schwarzen Erwachsenengefieder

 TV Tipp

Picture credits: Alex Limberger

„Hoch motiviert auf vier Pfoten – Hundewelpen-Ausbildung in Oberösterreich“ mit der Naturschutzhündin in Training Nala am Donnerstag, 13.5. um 17:35 auf ORF2.

https://tv.orf.at/program/orf2/20210513/962380001/

 Neues Paper veröffentlicht

Die Autoren erklären, wie Greifvögel gut geeignet sind, um potenzielle COVID-19-Anthropause-Effekte mit Vorher-Nachher-Vergleichen zu untersuchen, die über Schutzbemühungen informieren können. Zu diesem Zweck starten die Autoren das "Global Anthropause Raptor Research Network" (GARRN) in Zusammenarbeit mit dem Global Raptor Impact Network des Peregrine Fund.

Publikation in "Biological Conservation":

Sumasgutner, P., Buij, R., McClure, C. J. W., Shaw, P., Dykstra, C. R., Kumar, N., Rutz, C. (2021) Raptor research during the COVID-19 pandemic provides invaluable opportunities for conservation biology. Biological Conservation, 109149

 

Abbildung: Beispiele für Interaktionen zwischen Mensch und Raptor während der COVID-19-Anthropause und des Anthropozäns im Allgemeinen: (A) Erholungsaktivitäten: Ein Filmteam auf einem Beobachtungsturm mit Blick auf ein Harpyienadlernest, südlicher Amazonaswald, Mato Grosso, Brasilien. Während die menschliche Freizeitgestaltung erhebliche Störungen für Greifvögel verursachen kann, ist dies ein gutes Beispiel dafür, wie sie wertvolle Mittel für die Naturschutzarbeit bereitstellen kann, die in vielen Gebieten durch Sperrungen stark beeinträchtigt wurde. (B) Habitatverlust und Landschaftspflege: Ein Kronenadlerhorst in einem Vorort von Durban, Südafrika, wo Gärten und Eukalypten den einheimischen Wald ersetzt haben. (C) Geringeres Verkehrsaufkommen: Geringere Lärm- und Lichtverschmutzung könnte nachtaktiven Greifvögeln, wie dieser Kanincheneule in den USA, zugute gekommen sein. (D) Verkehrstote: Ein Rückgang des Straßenverkehrs während der COVID-19-Anthropause könnte sich auf aasfressende Arten wie den Mäusebussard ausgewirkt haben, indem sowohl die Möglichkeiten zur Nahrungssuche als auch das Kollisionsrisiko reduziert wurden. (E) Unbeabsichtigte oder (F) absichtliche Zufütterung: Kapuzengeier beim Sammeln von Fleischresten in einem Schlachthof in Kamerun, Zentralafrika, und Schwarzmilane bei der Nahrungssuche auf aus religiösen Gründen angebotenen Futtermitteln in Delhi, Indien. (G) Verstärkte Verfolgung: Ein per Satellit markierter Seeadler, der während einer Sperrung im April 2020 in einem schottischen Moorhuhngebiet vergiftet aufgefunden wurde. Fotos mit Genehmigung reproduziert: E. Miranda (A); M. Graf und C. Sonvilla (B|C); Buij (D|E); G. und H. Singh (F); Police Scotland (G).

 Willkommen Valentine & Gloria!

Wir begrüßen unsere neuen Studentinnen Valentine und Gloria. Valentine ist eine Masterstudentin der Neurowissenschaften von der Universität Padua (Italien) und arbeitet an ihrer Masterarbeit über Objektspielverhalten bei Raben. Gloria ist Studentin der Ethologie an der Universität Turin (Università degli Studi di Torino, Italia) und arbeitet ebenfalls an ihrer Masterarbeit, in der sie Raben in Volieren untersucht. Sie konzentriert sich dabei auf die Unterschiede in der elterlichen Fürsorge in Verbindung mit dem Geschlecht bei unterschiedlichem Grad des Wettbewerbs.

 Neue Veröffentlichung

Picture credits: Marc Graf and Christine Sonvilla

Die Sonderausgabe "The African urban birds" ist in "Ostrich - Journal of African Ornithology", editiert von Petra Sumasgutner als Gast-Editorin erschienen, und enthält auch einen Beitrag von Petra und Shane über die Kronenadler.

Kostenloser Zugriff bis Ende Mai!

Cover image: Kronenadler

 Urban Ecology in the Global South

Neu erschienen - das Buch "Urban Ecology in the Global South" mit dem Kapitel "Urban Animal Diversity in the Global South", zu dem Petra Sumasgutner die Perspektive über urbane Raubtiere beigetragen hat.

Raubtiere in der Stadt sind noch wenig erforscht, tragen aber wesentlich zum Verständnis der funktionalen Vielfalt bei. Innerhalb der Raubtiergilde gehören Greifvögel zu den besser untersuchten Gruppen in der Stadtökologie, und viele Arten schaffen es, in Städten zu überleben und sich an anthropogene Einflüsse anzupassen, obwohl sie empfindlich auf globale Veränderungen reagieren. Bis heute findet der Großteil der urbanen Greifvogelforschung in Nordamerika und Europa statt. Allerdings sind die Ergebnisse in einer Region nicht unbedingt repräsentativ für Populationen derselben Art oder Funktionsgruppe in anderen Regionen. Tatsächlich wurden von den 389 Studien, die zwischen 1990 und 2018 veröffentlicht wurden [ISI web of knowledge search 20-05-2018, term 'urban raptor'], 82% im Globalen Norden (Europa, Nordamerika, der größte Teil Asiens und Ozeaniens) durchgeführt und nur 10% in Südamerika, 5% in Afrika und 3% in Indien. Dies allein könnte schon zu einer starken Voreingenommenheit gegenüber nördlichen Systemen führen, was zu recht engen Schlussfolgerungen in Bezug auf das Verhalten, die Ökologie und den Schutz städtischer Greifvögel führen könnte.

 Neue Publikation über Rotschwingenstare

Picture credits: Kervin Prayag

In diesem Projekt analysierten Petra Sumasgutner und Kolleg*innen die Aufrechterhaltung der Körpermasse bei Rotflügelstaren in Abhängigkeit von kurzfristigen Nahrungsschwankungen (nach menschlicher Aktivität) und dem Anteil städtischer Gebiete innerhalb ihres Aktionsradius. Die Verfügbarkeit von anthropogener Nahrung war an Tagen mit hoher menschlicher Präsenz (Wochentage) höher, an denen die Stare auch mehr anthropogene Nahrung konsumierten und tendenziell weniger Zeit mit der Nahrungssuche verbrachten, als an Tagen mit geringer menschlicher Präsenz (Wochenenden und Ferien). Darüber hinaus waren einzelne Stare mit mehr bebauten Heimbereichen schwerer; sie waren auch schwerer und in besserer Körperkondition an Tagen mit hoher menschlicher Anwesenheit.

Publikation in "Ostrich: Journal of African Ornithology":

Risi, T. C., Sumasgutner, P., Cunningham, S. J. (2021). Anthropogenic food availability and body mass maintenance in urban Red-winged Starlings Onychognathus morio. Ostrich, 1-10. doi:10.2989/00306525.2021.1906345

Frohe Ostern!

Picture credits: Verena Pühringer-Sturmayr

Wir wünschen allen Frohe Ostern und schöne Feiertage!

 Neue Publikation über Darwin Finken

In einer neuen Arbeit, die heute im Journal of Evolutionary Biology veröffentlicht wurde, berichten Colombelli-Negrel und Kleindorfer über die folgende Entdeckung. Zwei Populationen derselben Darwinfinken Art (Camarhynchus parvulus), die auf zwei verschiedenen Galapagosinseln leben, zeigen unterschiedliche Muster des Genflusses und erlernter Gesangstypen. Vögel auf der Insel Floreana produzierten sechs Gesangstypen (drei gemeinsam mit Santa Cruz und drei nur auf Floreana) und Vögel auf der Insel Santa Cruz produzierten sieben Gesangstypen (drei gemeinsam mit Floreana und vier nur auf Santa Cruz). Ansässige Männchen reagierten stärker auf Gesänge von einer anderen Insel. Die Studie berichtet von genetischer und kultureller Divergenz zwischen den Inseln mit Hinweisen darauf, dass zeitgemäße Verhaltensreaktionen die Divergenz bei sekundärem Kontakt aufrechterhalten könnten.

Publikation in "Journal of Evolutionary Biology":

Colombelli-Négrel, D., Kleindorfer, S. (2021) Behavioural response to songs between genetically diverged allopatric populations of Darwin's small tree finch in the Galápagos. Journal of Evolutionary Biology, 00: 1-14

Sie können das Paper hier herunterladen.

 Willkommen Céline!

Wir begrüßen unsere neue Studentin Céline Giorgetti von der Universität von Burgund (Dijon, Frankreich). Sie absolviert bis Ende Juli ein Praktikum bei uns, in dem sie Dominanzbeziehungen und Kleptoparasitismus bei frei fliegenden Raben untersucht.

Enspurt beim NestCams Projekt

Picture credits: Lämpel | Wikipedia - Grafik: SPOTTERON Citizen Science | www.spotteron.net | CC:BY-SA 3.0

Ziel des Citizen-Science-Projekts NestCams ist herauszufinden, welchen Beitrag das Brutverhalten zum Bruterfolg hat. Zu diesem Zweck können kurze Videos der Vögel am Nest online ausgewertet werden (www.zooniverse.org). Die Videos der Brutsaison 2018 sind fertig, neue Videos von 2019 sind verfügbar! Schaffen wir bis Ende April 15000 Videos? Unter allen Teilnehmer*innen werden wir kleine Geschenke verlosen. Mach mit bei NestCams, lerne die Graugänse Kendo, Dorothea, Lando, Sturmwind, Lukka, Lenka und Luna kennen. Jede einzelne Klassifizierung zählt!

 Neue Publikation über Rosttöpfer schaffte es auf das Cover von Hormones and Behavior

Bei Wirbeltieren wurde ein direkter Zusammenhang zwischen dem oxidativen Status und aggressivem Verhalten vermutet. Außerdem wurden Sexualhormone wie Progesteron und Testosteron als Vermittler in diesem Prozess vorgeschlagen. Bislang konnte jedoch kein kausaler Zusammenhang zwischen Aggression und oxidativem Status nachgewiesen werden. In dieser neuen Studie, die in der Februar-Ausgabe von Hormones and Behavior vorgestellt wird, zeigen Mentesana & Adreani zum ersten Mal einen kausalen Zusammenhang bei einem Wirbeltier. Bei Experimenten in freier Wildbahn entdeckten sie, dass die Antioxidantienkapazität von Rosttöpfer (Aves: Furnarius rufus) nach Revierkämpfen mit Artgenossen abnimmt. Außerdem war dieser Effekt bei weiblichen Vögeln viel stärker als bei männlichen und unabhängig von Progesteron oder Testosteron.

Titelbild: Ein Paar Rosttöpfern (Furnarius rufus) während eines Territorialkampfes mit einem Eindringling. Akute Aggression verändert den oxidativen Zustand der Vögel. Foto mit der Genehmigung von Roberto Cyrino.

Publikation in "Hormones and Behavior":

Mentesana, L., Adreani, N. M. (2021) Acute aggressive behavior perturbates the oxidative status of a wild bird independently of testosterone and progesterone. Hormones and Behavior, 128: 104913

 Buchvorstellung:The Science of Citizen Science

Am 12.1.2021 wurde das Buch „The Science of Citizen Science“ open access bei Springer veröffentlicht, zu dem über 100 Autorinnen und Autoren aus 22 Ländern beigetragen haben, darunter auch über zehn aus Österreich. Erste Herausgeberin ist Generaldirektorin des NHM Wien, Dr. Katrin Vohland. Das Buch spannt einen Bogen von der Definition des Citizen Science-Begriffs über deren Beitrag in den verschiedenen Wissenschaftsbereichen, ethische und zukunftsorientierte Aspekte, die Zusammenarbeit mit professionellen Forscherinnen und Forschern bis hin zur Schnittstelle mit der Politik.

Link zum Buch: The Science of Citizen Science.

Link zum Kapitel von Didone Frigerio et al.: Citizen Science in the Natural Sciences.

 Vortrags Ankündigung

Am Montag, den 11. Jänner 2021, präsentiert Dr. Nico Adreani seine Arbeit "Call-based communication in groups of zebra finches" im Rahmen des Seminars des Departments für Verhaltens- und Kognitionsbiologie der Universität Wien.

Bei vielen saisonal brütenden Arten können Sexualhormone Veränderungen in der auditiven Wahrnehmung induzieren. Bisher konzentrierten sich die meisten Studien zu diesem Phänomen auf Arten mit einfachen Vokalisationen (wie Fische oder Frösche) oder im Falle von Arten mit vielfältigem Repertoire, wie Vögel, nur auf einen Vokalisationstyp. Aber viele, wenn nicht sogar die meisten Vögel, produzieren neben ihrem Gesang noch andere Vokalisationen: Rufe. Rufe können vielfältig sein und je nach ökologischem Kontext mehrere Funktionen haben. In diesem Vortrag wird Nicolas verschiedene Ergebnisse zur Relevanz von Kontaktrufen für die vokale Kommunikation und ihre auditive Wahrnehmung bei frei agierenden Vögeln in sich ändernden Umgebungen diskutieren.

Die aktuelle Forschung hierzu wurde in Frontiers in Neuroscience veröffentlicht.

 Frohe Weihnachten!

Wir wünschen allen frohe Weihnachten und erholsame Feiertage!

 Neue Publikation

In dieser Langzeitstudie untersuchten Nico M. Adreani und Kollegen die vokalen und neuronalen Aktivitäten bei Zebrafinken, während sie eine Umweltveränderung induzierten. Sie konnten zeigen, dass brutinduzierte Veränderungen im auditorischen System der Vögel signal- und senderspezifisch sind. Das heißt, während des Brütens ändert sich die akustische Verarbeitung nur in Relation zu bestimmten Ruftypen und nur von bestimmten Sendern, die dem Empfängervogel bekannt sind. Adreani et al. liefern Hinweise darauf, dass Estradiol das Hormon ist, das für die Modulation dieses Phänomens verantwortlich ist. Insgesamt liefert die Studie Beweise für eine enge Wechselwirkung zwischen dem Gesangstyp und der auditiven Plastizität, einem Mechanismus, der die Bedeutung von Gesangssignalen in ökologisch relevanten Kontexten verändern kann. Die Ergebnisse erweitern unser Verständnis der Interaktion zwischen sensorischer Plastizität und Vokalisationstypen erheblich, zwei Elemente, die für die Evolution der vokalen Kommunikation grundlegend sind.

Publikation in "Frontiers in Neuroscience":

Adreani, N. M., D'Amelio, P. B., Gahr, M., ter Maat, A. (2020) Life-Stage Dependent Plasticity in the Auditory System of a Songbird is Signal and Emitter-Specific. Frontiers in Neuroscience, 14:588672

 Herzlichen Glückwunsch zur erfolgreichen Habilitation!

Wir gratulieren Dr. Didone Frigerio zum erfolgreichen Abschluss ihrer Habilitation an der Universität Wien. Didone hat sich in ihrer Habilitation mit dem Thema "Interdisciplinary contribution to the study of animal behavior: Insight from mechanisms translated to the community". Dies gibt ihr die Lehrbefugnis in Biologie und das Recht, den Titel "Privatdozentin" zu führen.

 Gratulation!

Picture credit: Pal Morandini

Herzlichen Glückwunsch an Katharina Huchler, die mit dem "Wisschenschaftlichen Förderpreis der Stadt Wien" für ihre Masterarbeit über die Turmfalken in Wien ausgezeichnet wurde!

Das Eiablagedatum (sub)urban brütender Turmfalken Falco tinnunculus in Wien ist stark beeinflusst durch die Niederschlagsmenge innerhalb eines kritischen Zeitraums vor der Rückkehr aus den Überwinterungsgebieten bis drei Wochen vor der Eiablage. Der große Einfluss von Umweltvariablen wie Niederschlag und Temperatur als flexible Zeitgeber zur Festlegung eines idealen Brut- und Eiablagezeitpunktes ist für viele Vogelarten schon lange bekannt. Gerade diese Abhängigkeit bringt jedoch durch den vom Menschen verursachten Klimawandel große Risiken mit sich, wodurch sich zunehmend die Frage nach dem genauen zeitlichen und funktionalen ökologischen Zusammenhang stellt. Ziel unserer Studie war deshalb die Untersuchung der großen Variation von Rückkehr- und Eiablagezeitpunkt der Turmfalkenpopulation in Wien (415 km2 ), Österreich. Wir analysierten die von 2010-2018 gemeinsam von Citizen Scientists und professionellen Wissenschaftlern/innen erhobenen Ankunfts- und Eiablagebeobachtungen. Neben dem Urbanisierungsgrad, der Beobachtergruppe und dem Beobachtungsjahr verwendeten wir einen «sliding window approach» zur Identifikation kritischer Zeitfenster, welche in direktem Zusammenhang mit dem Eiablagedatum stehen. Weiters untersuchten wir den Zusammenhang zwischen der Rückkehr ins Brutgebiet und der Dauer bis zur Eiablage. Unsere Ergebnisse zeigten eine Abhängigkeit des festgestellten Zeitpunkts der Rückkehr ins Brutgebiet von der Beobachtergruppe und dem Beobachtungsjahr, während der Urbanisierungsgrad hingegen keine Rolle spielen dürfte. Alle berücksichtigten Variablen zeigten jedoch einen signifikanten Einfluss auf das Eiablagedatum. Citizen Scientists stellten Rückkehr- und Eiablagezeitpunkt früher als Wissenschaftler/innen fest. Später rückkehrende Turmfalken zeigten deutlich kürzere Zeitfenster zwischen Rückker und Eiablage. Urbanisierung, Beobachterkategorie und die zuvor gefallene Niederschlagsmenge erwiesen sich somit als wichtige Faktoren mit großem Einfluss auf das Eiablagedatum. Auch Temperatur zeigte einen signifikanten Einfluss auf die Eiablage, korrelierte aber zu stark mit dem Jahresverlauf, um ihre tatsächliche Bedeutung aufzeigen zu lassen. Eine verzögerte Ankunft im Brutgebiet kann durch eine relativ frühere Eiablage kompensiert werden. Diese Verhaltensanpassung könnte erlauben, die Nachteile der Brutvorbereitung in einem suboptimalen Bruthabitat auf ein kürzeres Zeitfenster zu reduzieren, ohne eine Reduktion des Bruterfolges zu riskieren.

 Neue Veröffentlichung: Geschichte und aktueller Status des Waldrapps

Picture credit: Verena Pühringer-Sturmayr

Der Waldrapp ist eine der weltweit am meisten gefährdeten Vogelarten. Das Verschwinden aus dem größten Teil seines früheren Verbreitungsgebiets hängt mit der Zerstörung seines Lebensraums, mit Verfolgung und dem Einsatz von Pestiziden zusammen. Die Autoren berichten über die Geschichte, den aktuellen Status und die Zukunftsperspektiven des stark gefährdeten Waldrapps.

Publikation in "Oryx":

Böhm, C., Bowden, C. G. R., Seddon, P. J., Hatipoglu, T., Oubrou, W., El Bekkay, M., Quevedo, M. A., Fritz, J., Yeniyurt, C., Lopez, J. M., Orueta, J. F., Frigerio, D., Unsöld, M. (2020) The northern bald ibis Geronticus eremita: history, current status and future perspectives. Oryx, 1-13

 Neue Publikation: Qualitätskriterien für Citizen Science

Der Begriff "Citizen Science" wird oft für verschiedene Aktivitäten, wie Öffentlichkeitsarbeit oder Bildung, verwendet. Diese Verwendung des Begriffs kann jedoch die Anerkennung der Bürgerwissenschaft im akademischen Bereich untergraben. Daher stellen die Autoren der Publikation 20 Qualitätskriterien für die Bürgerwissenschaft vor.

Publikation in "Citizen Science: Theory and Practice":

Heigl, F., Kieslinger, B., Paul, K. T., Uhlik, J., Frigerio, D., Dörler, D. (2020) Co-Creating and Implementing Quality Criteria for Citizen Science. Citizen Science: Theory and Practice, 5(1): p.23

 Neue Publikation: Eine Familie zu haben, verbessert die Verdauung

Picture credit: Frontiers for Young Minds

Wir fanden heraus, dass bei Graugänsen Individuen mit stabilen sozialen Beziehungen zu ihren Familienmitgliedern eine bessere Verdauung haben und in der folgenden Brutsaison mit größerer Wahrscheinlichkeit erfolgreich brüten werden. Dies sind neue Erkenntnisse über die Vorteile des sozialen Lebens bei Vögeln.

Publikation in "Frontiers for Young Minds":

Gegendorfer, G., Frigerio, D. (2020) How having a family improves digestion in social geese. Frontiers for Young Minds, 8: 540008

 Sie und die Eulen

Der Schutz unserer Umwelt erfordert ein besseres Verständnis psychologischer Phänomene. Diese tragen sehr wahrscheinlich dazu bei, ob eine Person bereit ist, sich für dessen Schutz einzusetzen. Um psychologische Aspekte des Naturschutzes besser zu verstehen, studieren wir Eulen, denn diese Tiere lassen uns nicht gleichgültig, wir lieben oder hassen sie!  In den folgenden Fragen würden wir gerne wissen, was Sie spontan über Eulen denken. Wir stellen Ihnen mehrere Fragen zu Eulen, was Sie über sie wissen, denken und fühlen.

Klicken Sie hier, um den Fragebogen zu beantworten (circa 5 Minuten)

Zögern Sie nicht, diesen Fragebogen breit in ihrem gesellschaftlichen Umfeld zu verbreiten!

Link: https://you-and-the-owls.webnode.com/

 Neue Publikation über soziale Netzwerke in Waldrappen

Picture credits: Verena Pühringer-Sturmayr

Wir fanden heraus, dass sich soziale Interaktionen mit Jahreszeit, Alter und Geschlecht verändern: (1) die
Nähe zu anderen Koloniemitgliedern war im Winter höher als im Herbst, (2) sozio-positive Interaktionen wurden im Winter häufiger beobachtet, insbesondere zwischen ehemaligen und zukünftigen Partnern, (3) ältere Individuen hatten zentralere Positionen im sozialen Netzwerk als Jungtiere, und (4) Männchen tauschten mehr agonistische Interaktionen aus als Weibchen, während Weibchen mehr sozio-positive Interaktionen erhielten. Unsere Ergebnisse legen nahe, dass soziale Beziehungen die Distanz zwischen den Individuen
beeinflussen können.

Publikation in "Journal of Ornithology":

Puehringer-Sturmayr, V., Stiefel, T., Kotrschal, K., Kleindorfer, S., Frigerio, D. (2020) Social interactions change with season and age in Northern Bald Ibis. J Ornithol. https://doi.org/10.1007/s10336-020-01824-2

 Neue Publikation über Dominohabichte

Foto 1 - Picture credits: Marlene Hofmeyr

Foto 2 - Picture credits: Marlene Hofmeyr

In dieser Studie zeigen wir, dass die Prävalenz von Blutparasiten bei Dominohabichten innerhalb Südafrikas nicht variierte und dass weder für Brutvögel noch für den Körperzustand der Nestlinge höhere Infektionsraten die Kosten für die Fitness verursachten. Daher ist es unwahrscheinlich, dass der Polymorphismus des Dominohabichts durch eine Anpassungsfunktion angetrieben wird, die mit der Bewältigung höherer Infektionen mit Haemoproteus nisi in Regionen mit feuchterer Brutzeit zusammenhängt.

Foto 1: A black sparrowhawk light morph feeding its chick in the colour-ringed study population of the FitzPatrick Institute of African Ornithology in Cape Town, South Africa

Foto 2: Black sparrowhawk chicks all grown up and ready to fledge. The dark and light adult plumage will only develop in their 2nd calendar year

Publikation in "Journal of Ornithology":

McCarren, S., Sumasgutner, P., Tate, G., Koeslag, A., & Amar, A. (2020). Clinal variation in the polymorphic Black Sparrowhawk Accipiter melanoleucus is unrelated to infection by the blood parasite Haemoproteus nisi. Journal of Ornithology. doi:10.1007/s10336-020-01823-3

 Biologicum Almtal und Junior Biologicum 2020

Biologicum Almtal und Junior Biologicum 2020 werden aufgrund der aktuellen Covid-19 Situation ONLINE als gemeinsame Vortragsreihe durchgeführt. Das Thema der heurigen Veranstaltung lautet "Das Leben konstruieren. Wie Menschen und andere Tiere ihre Umwelt gestalten". Weiters wird ein Schwerpunkt auf Citizen Science gelegt.

Vortragsreihe

Es wird ein Bogen von der Konstruktion der ökologischen Nische, über die erstaunlichen Bauwerke der Tiere und ihrem Ökosystem-Management, bis zu den die Welt prägenden menschlichen Aktivitäten gespannt. Menschen und andere Tiere nutzen nicht einfach was ihnen „die Natur“ bietet. Vielmehr gestalten sie aktiv, konstruieren ihre ökologischen und sozialen Lebensbedingungen. Das zeigt auch die Covid-19 Pandemie: das Virus als evolutionär-biologischer Faktor wird nicht einfach passiv hingenommen, die Menschen nehmen vielmehr die Entwicklung selber in die Hand und prägen damit – wie andere Lebewesen auch – ihre Lebensbedingungen und letztlich die Biosphäre.

Programm

Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist erforderlich.

Exkursionen

In Zeiten von "social distancing" und Home-Office empfinden wir das Draußen-sein in der Natur als besonders wohltuend und erholsam. Wir bieten am ursprünglich geplanten Biologicum Almtal Wochenende (2. bis 4. Oktober) eine Reihe von Exkursionen im Almtal an. Wissenschaftler*innen der KLF geben Einblicke in ihre aktuelle Forschung (Raben, Graugänse, Waldrappe, Singvögel), außerdem gibt es eine Sagenwanderung, Kneippen an der Alm und eine Führung mit dem Förster zu seinen Lieblingsplätzen in den Naturschutzgebieten im Almtal.

Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist erforderlich. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

 Neue Publikation: Duette als Territorialverteidigung

Picture credits: Mario Oscar Roqueta

Die Quantifizierung multivariater Verhaltensweisen wie der Territorialverteidigung ist keine leichte Aufgabe, und dies ist die größte Herausforderung bei der Untersuchung des Verhaltens von Tieren. In dieser Publikation haben wir einen Ansatz zur Modellierung von Strukturgleichsetzung angewandt, um die Territorialverteidigung bei einem neotropischen Vogel, dem Rosttöpfer (Furnarius rufus), zu untersuchen. Der Rosttöpfer bildet lang anhaltende Paarbindungen, das Paar verteidigt sein Territorium das ganze Jahr über, und Männchen und Weibchen führen komplexe Duettgesänge aus. Wir haben das Territorialverteidigungsverhalten von Männchen und Weibchen in verschiedenen Kontexten quantifiziert und die Hypothese getestet, dass Duette zentrale Signale der Territorialverteidigung sind. Wir fanden heraus, dass I) Männchen territorialer sind als Weibchen, ii) Duette während der Territorialverteidigung so stark wie körperliche Merkmale sind, iii) innerhalb eines Paares die Vögel bei der Territorialverteidigung hochgradig koordiniert sind und iv) das Verhalten der Territorialverteidigung sich nicht über die Jahreszeiten hinweg ändert. Unsere Studie bietet zum ersten Mal einen Geschlechts- und Kontextvergleich der multivariaten, latenten Variable "Territorialverteidigung" bei Duettvögeln und zeigt gleichzeitig das Potenzial der Kombination von Feldverhaltensansätzen mit Strukturgleichsetzungsmodellen auf.

Publikation in "Behavioral Ecology and Sociobiology":

Mentesana, L., Moiron, M., Guedes, E., Cavalli, E., Tassino, B., Adreani, N. M. (2020) Defending as a unit: sex- and context-specific territorial defence in a duetting bird. Behavioral Ecology and Sociobiology, 74:111

 Wiener Turmfalkenprojekt auf "Österreich forscht"

Picture credis: Claudia Hofmann

Im Rahmen des „Wiener Turmfalkenprojektes“ werden bereits seit 2010 die vielfältigen Anpassungen dieser Vogelart an das Überleben unter großstädtischen Bedingungen untersucht. Dabei spielt die Lage der Nistplätze eine entscheidene Rolle. Da es sich hierbei um ein Citizen Science Projekt handelt kann jeder bei diesem Projekt mitmachen und wertvolle Daten sammeln. Über Sichtmedungen von Nistplätzen freuen wir uns!
Für weitere Informationen wie man mitmachen kann und wo man die Sichtmeldungen meldet besuchen Sie die Projekthomepage auf Österreich forscht.

 Wie ein kleiner Rucksack das Leben eines Wildvogels beeinflussen könnte

Picture credits: Frontiers for Young Minds

GPS-Sender (kleine Rucksäcke) - getragen von Waldrappen - hatten einen Effekt auf die Kortikosteron (Stresshormon) Metaboliten, aber nicht auf das Verhalten. Nach einem Monat des Tragens eines GPS-Senders war die Ausscheidung von Kortikosteron Metaboliten immer noch erhöht, aber zwei Monate danach kehrten die phyiologischen Muster wieder zum Ausgangszustand zurück. Daher ist es wichtig, die Physiologie zu untersuchen, auch wenn die Vögel keine Verhaltensänderung zeigen.

Die Publikation "Effects of bio-loggers on behaviour and corticosterone metabolites of Northern Bald Ibises (Geronticus eremita) in the field and in captivity" wurde neu in der Zeitschrift "Frontiers for Young Minds" veröffentlicht, um sie auch für junge Leser zugänglich zu machen! Wissenschaft für Kinder, herausgegeben von Kindern - In dieser Zeitschrift werden Manuskripte von einem Gremium von Kindern und Jugendlichen begutachtet.

Publikation in "Frontiers for Young Minds":

Puehringer-Sturmayr V, Hemetsberger F and Frigerio D (2020) Tracking Birds: How a Little Backpack Could Affect the Life of a Wild Bird. Front. Young Minds. 8:116. doi: 10.3389/frym.2020.00116

Original-Veröffentlichung in "Animal Biotelemetry":

Puehringer-Sturmayr, V., Loretto, M. A., Hemetsberger, J., Czerny, T., Gschwandegger, J., Leitsberger, M., Kotrschal, K., Frigerio, D. 2020. Effects of bio-loggers on behaviour and corticosterone metabolites of Northern Bald Ibises (Geronticus eremita) in the field and in captivity. Anim. Biotelemetry 8:2. doi: 10.1186/s40317-019-0191-5

 Neue Publikation

Dieser Artikel ist eine Open-Access-Publikation, die Lesern auf der ganzen Welt zugänglich ist und ist das Ergebnis der Masterarbeit von Katharina Huchler. Wir zeigen, dass sich die Ankunftszeiten der Turmfalken nach der Migration nicht zwischen Stadt und Land unterschieden, sondern dass die Eiablage in natürlicheren Gebieten früher begann als im Stadtzentrum. Die Eiablage wurde zudem vom Niederschlag beeinflusst, so dass die Turmfalken bei trockeneren Wetterbedingungen früher Eier legten. Angesichts des Klimawandels erwarten wir daher weitere Fortschritte bei der Eiablage dieser Art.

Publikation in "Frontiers in Ecology and Evolution":

Huchler, K., Schulze, C. H., Gamauf, A., Sumasgutner, P. (2020) Shifting Breeding Phenology in Eurasian Kestrels Falco tinnunculus: Effects of Weather and Urbanization. Frontiers in Ecology and Evolution, 8: 247

Picture credit: Claudia Hofmann

Picture credit: Franz Kerschbaum

Picture credit: Petra Sumasgutner

 Neue Publikation

Um regelmäßiger Nahrung zu erhalten, lohnt es sich, gegensätzliche Eltern zu haben. Den Mohrenhabicht gibt es in zwei Farbmorphen; dunkel oder hell. Paare, die aus kontrastierenden Morphen bestehen, liefern Beute in regelmäßigeren Abständen als gleichartige Paare, aber insgesamt liefern sie ähnliche Mengen an Beute. Dies deutet darauf hin, dass Paare aus kontrastierenden Morphen unterschiedliche Umweltbedingungen für die Jagd nutzen. Diese Beständigkeit bei der Beuteabgabe könnte erklären, warum Nachkommen von Paaren mit kontrastierenden Morphen höhere Überlebensraten haben.

Publikation in "Behavioral Ecology":

Nebel C, Sumasgutner P, McPherson SC, Tate GJ, Amar A. 2020. Contrasting parental color morphs increase regularity of prey deliveries in an African raptor. Behavioral Ecology.

 Südafrikanische Greifvögel - Vom Leben der Natur

Diese Woche sprach Petra Sumasgutner in der Ö1-Serie "Vom Leben der Natur" über südafrikanische Greifvögel. Sendung verpasst? Kein Problem, Sie können sich die gesamte Serie auch online anhören.

Links:

Teil 1: Beutegreifer in der Stadt

Teil 2: Raubtiere im Hinterhof

Teil 3: Ökologische Gleichgewichte

Teil 4: Leben in Nationalparks

Teil 5: Zusammenarbeit mit der Bevölkerung

Picture credit: Petra Sumasgutner

Picture credit: David Mills

Picture credit: Nestkamera Black Sparrowhawk Project

Picture credit: Shane Sumasgutner

 Neue Publikation über afrikanische urbane Greifvögel

Picture credit: Andrew Jenkins

In Afrika gehören die Raten des Bevölkerungswachstums und der Verstädterung zu den höchsten der Welt. Zudem wird vorausgesagt, dass sich der Klimawandel besonders stark auf die Kap-Halbinsel auswirken wird. Unsere Studie ist eine der ersten, die die Urbanisierung und die Wetterbedingungen gleichzeitig berücksichtigt, insbesondere über einen langen Zeitraum von 26 Jahren und mit detaillierten Informationen über den Zeitpunkt der Fortpflanzung, die in den langfristigen Raubvogelüberwachungsdaten oft fehlen. Wir zeigen, dass sich das Wetter nicht direkt auf die Brutleistung der Wanderfalken auswirkte (Bruterfolg und Größe der flüggen Brut), wohl aber auf den Zeitpunkt der Fortpflanzung, da frühere Züchter mehr Jungvögel erzeugten. Darüber hinaus förderten warme und trockene Wetterbedingungen den Zeitpunkt der Fortpflanzung, aber diese Beziehung zwischen Brutphänologie und Wetter war bei Paaren, die Nistkästen in städtischen Gebieten benutzten, nicht offensichtlich. Unsere Ergebnisse bestärken uns in der Annahme, dass Falken, die in speziell dafür vorgesehenen Nistkästen brüten, weniger empfindlich auf die lokale Wetterdynamik reagieren, einschließlich extremer Wetterereignisse, die mit dem Klimawandel voraussichtlich zunehmen werden. Dies hat wichtige Auswirkungen auf den städtischen Naturschutz und die Nutzung von Nistkästen als Managementinstrument.

Publikation in "PLoS ONE":

Sumasgutner P, Jenkins A, Amar A, Altwegg R. 2020. Nest boxes buffer the effects of climate on breeding performance in an African urban raptor. PLoS ONE, 15: e0234503.

 ORF-1-Freistunde

Picture credit: Verena Pühringer-Sturmayr

Daniel Dörler von Österreich forscht hat in der ORF-1-Freistunde verschiedene Citizen Science Projekte vorgestellt, unter anderem auch "NestCams" von der Konrad Lorenz Forschungsstelle. Der Beitrag ist in der ORF 1 TvThek verfügbar.

Newton ORF-1-Freistunde Video

Interview mit Daniel Dörler

 Podcast über das Turmfalkenprojekt Wien

Petra Sumasgutner war heute zu Gast bei den "Bienengesprächen" einem Podcast von Lothar Bodingbauer wo sie über das Turmfalkenprojekt Wien, die Bürger:innen-Beteiligung in der Meldung von Nistplätzen und ihrer Arbeit an der Konrad Lorenz Forschungsstelle berichtet.

Hier der Link zum Podcast.

Photo credit: Heinrich Frötscher

Photo credit: Franz Kerschbaum

Photo credit: Harald Mannsberger

Photo credit: Norbert Jalitsch

 Wundersame Waldrappe - Vom Leben der Natur

Photo credit: Verena Pühringer-Sturmayr

Vom 18.05. - 22.05.2020 sprach Verena Pühringer-Sturmayr in einem Ö1 Interview mit Lothar Bodingbauer über den Waldrapp und die aktuelle Forschung an der Konrad Lorenz Forschungsstelle. Das Gespräch wurde im Rahmen der Sendereihe "Vom Leben der Natur" auf Ö1 übertragen.

Falls ihr die Sendung verpasst habt könnt ihr die gesamte Reihe auch online nachhören (ca. noch einen Monat verfügbar).

Links:

Part 1: Zugvogel mit Starthilfe

Part 2: Charakteristische Laute

Part 3: Forschung im Almtal

Part 4: Wissenschaftliche Distanz

 Neue Publikation über Kronenadler

Photo credit: Paolo Candotti, Kloof Conservancy (www.kloofconservancy.org.za)

Die Autoren zeigten, dass Kronenadler ihre Brutstrategie in städtischen Gebieten änderten, indem sie ihre Fortpflanzungsrate erhöhten, aber sie stellten auch fest, dass Nestversagen häufiger an stärker urbanisierten Standorten auftraten. Diese gegensätzlichen Reaktionen wirkten einander entgegen und führten zu einer ähnlichen Produktivität über den Urbanisierungsgradienten hinweg und hoben den Wert von Langzeitdaten hervor.

Publikation in "The Condor":

Mueller, R., Amar, A., Sumasgutner, P., McPherson, S. C., Downs, C. (2020) Contrasting effects of urbanization on breeding performance measures in the threatened African Crowned Eagle (Stephanoaetus coronatus). The Condor, duaa024

 

Hier sind die Links zum Online Artikel:

 Der Cumberland Wildpark sowie der Zoo Schönbrunn haben ihre Tore wieder geöffnet

Seite heute (15. Mai 2020) sind Besuche in österreichischen Zoos und Wildparks wieder erlaubt.

Gute Neuigkeiten: Die Teilnahme an der Forschung als Citizen Scientist mit den Apps KraMobil und Forschen im Almtal ist (wieder) möglich. Wir freuen uns auf viele Beiträge. Bitte beachten Sie die lokalen Regeln und Bestimmungen direkt auf Tiergarten Schönbrunn und Wildpark Grünau.

Schauen Sie sich unser neues Projekt mit der App "KraMobil" in Zusammenarbeit mit dem Zoo Schönbrunn an. Hier können Sie Krähen im Zoo Schönbrunn beobachten und mithelfen, herauszufinden, welche Arten und Unterarten von Krähen im Zoo Schönbrunn leben und welches Verhalten diese zeigen.

Weitere Informationen zu den Apps und zur Teilnahme finden Sie auf BirdScience.net.

 Wildpark Challenge für Citizen Scientists

Von 15. Mai bis 15. Oktober können sich Besucher*innen des Cumberland Wildpark Grünau im Rahmen der "Wildpark Challenge" an der Forschung der KLF beteiligen und dabei schöne Preise gewinnen. Für die Teilnahme ist das Herunterladen der App "Forschen im Almtal" nötig. Auf der Wanderung durch den Wildpark können Sichtungen von Graugänsen, Waldrappen und Kolkraben, deren Verhaltensweisen und individuellen Markierungen (Beinringe, Flügelmarkierungen) in die App eingetragen und hochgeladen werden. Viel Spass beim Mitforschen!

Download app:

https://play.google.com/store/apps/details?id=com.spotteron.forschenimalmtal&fbclid=IwAR3TQ6RKXcMucmuaw3SewiQHvIIGd5E4m6OCl43ywTX-w8-9JYdUsI1OV1E

https://apps.apple.com/us/app/forschen-im-almtal-spotteron/id1292290494

Picture: Spotteron

Picture: KinderUni OÖ/ Th. Reibnegger

Picture: KinderUni OÖ/ Th. Reibnegger

Picture: KinderUni OÖ/ Th. Reibnegger

Picture: KinderUni OÖ/ Th. Reibnegger

 Folgt uns auf Twitter!

Die Konrad Lorenz Foschungsstelle hat nun einen offiziellen Twitter Account.

twitter.com/KLF_UniVienna

 Beobachtung von Rabennestern mit einer Drohne...

Unser UAV (Unmanned Aerial Vehicle) ist ein DJI Marvic, der bei austro control registriert und für Feldvermessungen, insbesondere zur Überwachung von Rabennestern, zugelassen ist. Bisherige Forschungen deuten darauf hin, dass der Einsatz von Drohnen zur Überwachung von Nestern den Prozess beschleunigen und den Stress für die Vögel verringern kann. Wenn wir dieses Instrument einsetzen, können wir das Stadium des Brüten beurteilen mit einer Störung die weniger als eine Minute dauert. Wir können nach Nestern auf Klippen suchen und erhalten qualitativ hochwertige und schnelle Informationen über die Gelege- oder Brutgröße, und wir können das Alter der Nestlinge auf der Grundlage ihrer Gefiederentwicklung genau bestimmen. Wir beobachten jedoch auch die Reaktion des Brutpaares, um jegliche Anzeichen von Stress (z.B. Alarmrufe oder Fliegen in Richtung Drohne) zu quantifizieren, und können eine Untersuchung jederzeit abbrechen, falls erforderlich.

Das Video zeigt eines unserer Rabennester im Tal, wo die Nestlinge nur ein paar Tage alt sind. Es gibt Einblicke in die Methode. Gefilmt und fotografiert wird nur direkt am Nestplatz - wir filmen und fotografieren nicht während der Annäherung und wählen unseren Weg sorgfältig abseits von Häusern (im Einklang mit unserer Forschungsgenehmigung). Hier haben wir den Abstieg aufgezeichnet, um die beteiligten Feldforscher vorzustellen: Shane als Pilot, der sich auf den Flug konzentriert und seine Brille für maximale Auflösung benutzt; und Petra als Spotter, die den gesamten Vorgang mit dem Fernglas oder dem Spektiv beobachtet, damit wir keine Reaktion unserer Wildtiere in der Umgebung verpassen.

Wenn Sie an dem gesamten Videomaterial interessiert sind, besuchen Sie doch unsere Facebook-Seite.

 Frohe Ostern!

Foto: Verena Pühringer-Sturmayr

Wir wünschen allen Frohe Ostern und schöne Feiertage! Bleibt gesund!

 Neue Publikation

Aus dem reichhaltigen Konferenzprogramm der Österreichischen Citizen Science Konferenz 2019 wurden 11 Beiträge in den Conference Proceedings veröffentlicht, die frei verfügbar in den Proceedings of Science publiziert wurden. Die 11 Beiträge geben einen schönen Einblick in die vergangene Konferenz.

Ein Beitrag diskutiert die Herausforderungen und Lösungen bei der Arbeit mit BürgerwissenschaftlerInnen mit Hilfe der App "Forschen im Almtal".

Extended Abstract in "Proceedings of Science":

Frigerio, D., Puehringer-Sturmayr, V., Steinbacher, C., Rittenschober, J., Kleindorfer, S. (2020). Citizen science, animal behaviour and digital devices: challenges and solutions. 5th Austrian Citizen Science Conference, 2019 June 26-28, Obergurgl, Austria. PoS(ACSC2019)002

Hier der Link zu den Veröffentlichungen.

 Wenn Feldforschung ausfällt...

Die durch das Coronavirus verursachte Krise verändert auch das Leben der Forscher. Didone Frigerio wurde gefragt, wie sich ihr Alltag in Bezug auf ihre Arbeit als Wissenschaftlerin verändert hat, wie sie den Kontakt zu Kollegen pflegt und wie sie mit der Isolation umgeht.

Diesen Artikel können Sie hier lesen.

 Herzlich willkommen Shane!

Dr. Shane Sumasgutner ist ein Naturschutzbiologe mit einem besonderen Interesse an Greifvögeln. Shane machte 2005 mit einem BSc und einem Postgraduierten-Diplom in Zoologie seinen Abschluss an der Massey University in Neuseeland. Es folgten verschiedene Stellen als Feldassistent bei Forschungs- und Schutzprojekten, darunter das Mongolia Saker Falcon Artificial Nest Project, die Ostafrika-Projekte des Wanderfalken Fonds, der Sittichschutz für die Mauritius Wildlife Foundation und die Leitung eines Teams, das eine Beurteilung der Auswirkungen von Windparks auf die Vogelwelt in Neuseeland durchführte. Shane setzte diese Erfahrungen fort und promovierte an der Universität von KwaZulu-Natal über die Stadtökologie des Afrikanischen Kronenadlers. Dieses Projekt wurde um weitere drei Jahre mit einer Postdoc-Stelle verlängert, wobei gleichzeitig eine breite und tiefe technische Kompetenz entwickelt wurde, wie z.B. das Steuern von Drohnen, Seilzugang an Klippen und Bäumen, eine Vielzahl von Fangmethoden, Banding, Tagging und Telemetrie, welche zur Unterstützung der Forschung von Studenten über die Wirbeltierfauna in Südafrika eingesetzt wurde.

Shane ist vor kurzem mit der kürzlich ernannten KLF-Postdoc-Stipendiatin Dr. Petra Sumasgutner nach Österreich umgezogen, und während er auf Arbeitserlaubnisse wartet, arbeitet er freiwillig bei der KLF, um Lücken zu füllen, wo dies nötig ist, wie z.B. bei der Überwachung der Aufenthaltsorte der Graugänse zwischen KLF und Cumberland Wildpark. Sobald die Genehmigungs- und Pandemiesituation geklärt ist, wird er wieder in die Berge gehen, um die KLF Forschung über wilde Raben und Greifvögel auszuweiten.

 Wie wirken sich Bedrohungen wie Prädation und Klimawandel auf das Verhalten und Überleben von Tieren aus?

Petra Sumasgutner untersucht die Reaktion der Vögel auf Landnutzung und Klimawandel. Innerhalb dieses großen Forschungsgebietes interessiert sie sich vor allem für Räuber-Beute- und Wirt-Parasiten-Beziehungen und dafür, wie sich diese komplexen Interaktionen durch anthropogene Einflüsse verändern.

An der Konrad Lorenz Forschungsstelle koordiniert sie das Langzeit Forschungsprojekt über wilde Raben und analysiert Bewegungsmuster in Bezug auf anthropogene Ressourcen und Bedrohungen. Darüber hinaus analysiert sie den Informationstransfer innerhalb der Aasfressergemeinschaft, einschließlich der Steinadler. Petra wird sich auch mit den Darwinfinken befassen und untersuchen, wie das von eingeführten und heimischen Raubtieren ausgehende Raubtierrisiko die Physiologie, das Verhalten und die langfristige Fitness der gefährdeten Vögel beeinflusst.

Dr. Petra Sumasgutner PhD (University of Vienna, Austria)
Email: petra.sumasgutner@univie.ac.at

 Wir dürfen einen neuen Postdoc vorstellen: Dr. Mauricio Nicolas Adreani

Dr. Mauricio Nicolas Adreani (bekannt als Nico) absolvierte sein Bachelorstudium an der Universität von Buenos Aires in Argentinien und promovierte am Max-Planck-Institut für Ornithologie. Seine Forschungsschwerpunkte sind neuronale und endokrine Biologie sowie stimmliche Kommunikation bei Vögeln. Nico untersucht derzeit die endokrine Modulation der Aggression bei Vögeln und leitet ein bürger-wissenschaftliches (“Citizen Science") Projekt zur Vogelnestarchitektur in Südamerika. Nico’s Hauptforschungsbereich an der KLF ist die Untersuchung emergenter Eigenschaften sowie die Entstehung und Koordination von kollektivem Verhalten durch stimmliche Kommunikation. Die Schwerpunktarten seiner Untersuchungen sind Raben, Graugänse und Darwin Finken.
 
Konrad Lorenz und Niko Tinbergen sind großartige Inspirationen, und Nico sagt: „Ich freue mich sehr, bei der KLF zu sein, da ich auch ein leidenschaftlicher Vogelbeobachter bin.“

Nico arbeitet derzeit auf Grund der von der Regierung getroffenen Maßnahmen zur Verhinderung der Ausbreitung des Coronavirus im Home-Office.

 Neue Publikation

Picture: Lauren Common and Sonia Kleindorfer

Sonia Kleindorfer, Lauren Common und Kolleginnen untersuchten die zeitlichen Veränderungen der Körpergröße des Parasiten Philornis downsi (Diptera: Muscidae) auf den Galápagos-Inseln unter den Bedingungen einer früheren Wirtssterblichkeit bei Darwinfinken im Nest.

Publikation im Journal of Evolutionary Biology:

Common, L.K., O’Connor, J.A., Dudaniec, R.Y., Peters, K.J., Kleindorfer, S. (2020). Evidence for rapid downward fecundity selection in an ectoparasite (Philornis downsi) with earlier host mortality in Darwin’s finches. Journal of Evolutionary Biology. doi.org/10.1111/jeb.13588

 Wissenschaftler*innen der KLF auf den Galapagos Inseln

Noch bis Mitte März sind die Doktorand*innen Verena Pühringer-Sturmayr und Mario Gallego-Abenza auf der Insel Floreana, Galapagos, um verhaltensökologische Untersuchungen an von Aussterben bedrohten Darwinfinken durchzuführen. Sie nutzen dort ihr Fachwissen in Telemetrie, um die Gewohnheiten der gefährdeten Vögel besser zu verstehen.

Betreut wird das Projekt seit 2000 von Prof. Dr. Sonia Kleindorfer.

Österreichische Citizen Science Konferenz 2020

Picture: Georg Schroll

Die Universität Wien und das Citizen Science Network Austria organisieren von 6. bis 8. Mai die bereits 7. Österreichische Citizen Science Konferenz - heuer unter dem Motto "Citizen Science: Anspruch und Bedeutung". Die Konrad Lorenz Forschungsstelle ist im Organisationsteam der Veranstaltung.

Die 7. Österreichische Citizen Science Konferenz wird nach den Kriterien des Österreichischen Umweltzeichens für Green Meetings/Events ausgerichtet.

Veranstaltung zum Download

 Neue Publikation

Picture: verena Pühringer-Sturmayr

Verena Pühringer-Sturmayr und Kolleg*innen haben ein neues Paper über die Auswirkungen von Biologgern auf das Verhalten und die Physiologie von Waldrappen veröffentlicht.

Publication in Animal Biotelemetry:

Puehringer-Sturmayr, V., Loretto, M.C., Hemetsberger, J. et al. Effects of bio-loggers on behaviour and corticosterone metabolites of Northern Bald Ibises (Geronticus eremita) in the field and in captivity. Anim Biotelemetry 8, 2 (2020) doi:10.1186/s40317-019-0191-5

 Die KLF in "Anna und die wilden Tiere"

Letzten Mai drehte ein Filmteam an der Konrad Lorenz Forschungsstelle. Jetzt kann man in der Tier-Doku-Fernsehserie "Anna und die wilden Tiere" die Folge "Die Graugans und ihre Gössel" ansehen.

Video ansehen

picture: Text und Bild

picture: Text und Bild

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 Neue Publikation

Haemoproteus Parasiten in Stadttauben in Kapstadt.

Credits: Samantha McCarren

Petra Sumasgutner und Kolleg*innen haben Vogelmalaria-Parasiten in der Taubenpopulation in Kapstadt erforscht und hohe Prävalenz und Infektionsintensität entdeckt. Hohe Infektionsintensitäten standen auch in Zusammenhang mit einer Abnahme des Körpergewichts, aber nicht mit Gefiedermelanismus.

Publication in 'Parasitology Research':

Nebel, C., Harl, J., Pajot, A. et al. Parasitol Res (2019). https://doi.org/10.1007/s00436-019-06558-6

 Annual Meeting of the Ecological Society

The 48th Annual Meeting of the Ecological Society of Germany, Austria and Switzerland took place from 10th to 14th September 2018 at the University of Natural Resources and Life Sciences in Vienna. One of the sessions was all about long-term monitoring of biodiversity using Citizen Science as a method. Didone Frigerio was presenting her work on "Involving pupils in long-term biological monitoring: lessons learnt and future perspectives".

Click here if you would like to know more about the Citizen Science Session.