ICARUS Kestrels & Turmfalkenprojekt Wien
Projektdetails:
Projektleitung: Petra Sumasgutner, Ivan Pokrovsky, Martin Wikelski
Finanzierung: Max Planck Institute for Animal Behavior, Hochschuljubiläumsstiftung Wien
Laufzeit: laufend



Picture: Franz Kerschbaum

Problemstellung
Das Wiener Turmfalkenprojekt ist eine Zusammenarbeit zwischen der Universität Wien und dem Naturhistorischen Museum Wien und untersucht seit 2010 die Ökologie und die Anpassung von Turmfalken an städtische Lebensräume. Als häufigster Greifvogel der Stadt nisten Turmfalken in Gebäudehohlräumen und anderen städtischen Strukturen, sodass ihre Brutaktivitäten von den Straßen und Wohnungen in ganz Wien aus sichtbar sind. Das Projekt stützt sich auf begeisterte Bürgerwissenschaftler*innen, die die Standorte der Turmfalken-Nester und Beobachtungen zur Brut – insbesondere Daten zur Eiablage, zum Schlüpfen und zum Flüggewerden – melden. Dies hilft den Forschern, eine umfassende Nestdatenbank aufzubauen und die Populationsdynamik zu verfolgen. Während geschultes Personal und Studierende die Vögel für die Beringung und Probenahme behandeln, spielen die Freiwilligen eine wichtige Rolle, indem sie die Brutzyklen der Turmfalken beobachten und dokumentieren, Fotos austauschen und das öffentliche Bewusstsein für die städtische Tierwelt schärfen.
Im Jahr 2024 wurde das Wiener Turmfalkenprojekt um eine hochauflösende Tracking-Komponente als Teil von ICARUS Birds unter der Leitung des Max-Planck-Instituts erweitert. Mit Hilfe von leichten ICARUS-Tracking-Geräten, die Standort- und Zeitdaten über das Sigfox-Antennennetzwerk übertragen, können wir nun einzelne Turmfalken weit über die Brutzeit hinaus verfolgen. So können wir Migrationsrouten, die Ausbreitung nach dem Flüggewerden, die Nutzung von Lebensräumen, das Jagdverhalten und die Ursachen für die Sterblichkeit in bisher unerreichter Detailgenauigkeit aufdecken. Durch die Kombination von langfristigen Citizen Science Beobachtungen mit modernster Tracking-Technologie liefert das Projekt neue Erkenntnisse darüber, wie sich diese ikonischen Stadtbewohner in zunehmend vom Menschen dominierten Landschaften bewegen, diese nutzen und überleben.
Team
Mitarbeitende:
ICARUS Birds. Kestrels. Austria, Portugal, Hungary – University of Vienna; University of Lisbon; University of Debrecen
Petra Sumasgutner, Shane Sumasgutner, Inês Catry, Marta Acácio, Zoltan Nemeth,
ICARUS Birds. Kestrel Denmark – University of Copenhagen
Jesper Madsen, Kasper Thorup, Anders Tøttrup, Amanda Johannisson
ICARUS Birds. Kestrels. Deutschland
Martin Wikelski, Kamran Safi, I van Pokrovsky, Steffen Weisheit,
ICARUS Birds. Kestrels. Finland – University of Turku
Toni Laaksonen, Erkki Korpimäki
ICARUS Birds. Kestrels. Hungary – Falcopolis.com
Péter Palatitz
ICARUS Birds. Kestrels. Italy – University of Tuscia; University of Milan
David Costantini, Giacomo Dell'Omo, Gianluca Damiani, Diego Rubolini, Sara Cioccarelli, Jacopo G. Cecere, Michelangelo Morganti
ICARUS Birds. Kestrels. Latvia – Swiss Ornithological Institute
Martins Briedis, Aigars Kalvāns, Edgars Lediņš, Imants Jakovļevs
ICARUS Birds. Kestrels. Lithuania – Lithuanian Bird Ringing Centre
Ričardas Patapavičius, Vytautas Eigirdas
ICARUS Birds. Kestrels. Montenegro – BirdLife Montenegro
Bojan Zeković
ICARUS Birds. Kestrels. Romania – Romanian Ornithological Centre
Ioana Cobzaru
ICARUS Birds. Kestrels. Serbia – University of Novi Sad; BirdLife Serbia
Nikola Veljković, Milan Ružić
ICARUS Birds. Kestrels. Spain1 – GAN-NIK Área de Biodiversidad; CMA of SEOBIRDLIFE; Migres Foundation; Universidad Miguel Hernández
Diego Villanúa, Alberto Artázcoz, Alejandro Onrubia, Mario Marcos Perez, Juan Manuel Perez Garcia, Adrián Colino, Lola Fernandez Gomez
ICARUS Birds. Kestrels. Switzerland – Swiss Ornithological Institute
Bettina Almasi, Jan von Rönn
ICARUS Birds. Kestrels. The Netherlands – Wageningen University
Ralph Buij
ICARUS Birds. Kestrels. UK – BTO
Greg Conway
Kontakt
Dr. Petra Sumasgutner
Email: petra.sumasgutner[at]univie.ac.at
